Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma der NS-Diktatur
Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma der NS-Diktatur
Neues Mahnmal in Menden ehrt ermordete Sinti und Roma der NS-Zeit
Am 9. März 2026 wird in Menden ein neues Mahnmal feierlich enthüllt, das an die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma erinnert. Die Einweihung markiert eine bedeutende Ergänzung der Gedenkstätten der Stadt. Im Rahmen der Zeremonie sind Reden, ein Gottesdienst und die Weihe eines eindrucksvollen Steindenkmals vorgesehen.
Der Anstoß zu dem Projekt erfolgte nach jahrelangem Engagement, darunter eine Bürgerpetition, die im März 2024 zur Bewilligung führte. Zu den Gästen werden Landesvertreter, lokale Würdenträger sowie Vertreter der Sinti- und Roma-Gemeinschaft zählen.
Das Mahnmal erinnert an mindestens 46 Sinti aus Menden, die deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Mütter mit 23 kleinen Kindern, darunter auch Säuglinge. Sechs dieser Kinder litten unter den grausamen Experimenten des berüchtigten Lagerarztes Josef Mengele.
Das Denkmal besteht aus einem großen Findling, der in zwei Hälften gespalten ist und durch eine Metalltafel verbunden wird. Diese Gestaltung symbolisiert sowohl die gewaltsame Trennung der Familien als auch die ungebrochene Einheit des Gedenkens. Die Feierlichkeiten beginnen um 17:00 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche, geleitet von Pastor Jürgen Senkbeil. Schüler der Initiative augen auf! sowie Kinder der Anne-Frank-Grundschule wirken ebenfalls mit.
Im Anschluss zieht die Gedenkveranstaltung auf den Kirchplatz um. Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Gäste begrüßen und zur Bedeutung des Mahnmals für die Erinnerungskultur Mendens sprechen. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, thematisiert in seiner Rede die Verfolgung von einer halben Million Sinti und Roma in ganz Europa. Als Ehrengast nimmt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, teil.
Menden reiht sich mit diesem Projekt in eine wachsende Bewegung in der Region ein. Seit 2024 haben zwölf weitere Städte – darunter Dortmund, Münster und Aachen – ähnliche Mahnmale oder Bildungsinitiativen zur Erinnerung an den Völkermord an Sinti und Roma während der NS-Zeit geschaffen.
Die Enthüllung des Denkmals schafft in Menden einen dauerhaften Ort des Gedenkens an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Gleichzeitig spiegelt sie die verstärkten Bemühungen in Nordrhein-Westfalen wider, die Geschichte der Sinti und Roma zu würdigen und zu bewahren. Die Veranstaltung am 9. März wird Vertreter aus Politik, Bildung und Bürgerschaft zusammenbringen, um der Ermordeten zu gedenken.
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