Evonik prüft Millionen-Entschädigung wegen US-Zölle aus 2018
Evonik prüft Millionen-Entschädigung wegen US-Zölle aus 2018
Der deutsche Chemiekonzern Evonik prüft mögliche Entschädigungsforderungen im Zusammenhang mit US-Zöllen. Das Unternehmen könnte eine Summe im niedrigen zweistelligen Millionenbereich geltend machen. Vertreter des Konzerns betonten dabei ihre Unterstützung für offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen im Welthandel.
Die potenzielle Forderung steht im Zusammenhang mit den US-Sonderzöllen nach Section 301, die 2018 unter der Regierung Trump eingeführt wurden. Diese Maßnahmen sahen Abgaben von bis zu 25 Prozent auf verschiedene Chemikalien vor, darunter Wasserstoffperoxid, und richteten sich vor allem gegen chinesische Exporteure. Evonik selbst war zwar nicht direkt von Zöllen auf seine Produkte betroffen, unterhält jedoch lokale Produktionsstätten in den USA, was die Auswirkungen für das Unternehmen begrenzt.
US-Chemieunternehmen wie Dow und LyondellBasell profitierten von der geringeren Konkurrenz, da chinesische Wettbewerber mit höheren Kosten zu kämpfen hatten. Auch Evonik könnte von der schwächeren chinesischen Konkurrenz auf dem Markt profitieren. Bisher waren die eigenen Chemieexporte des Unternehmens jedoch nicht von ähnlichen Zöllen betroffen.
Die Prüfung von Entschädigungsmöglichkeiten durch Evonik spiegelt die größeren Verschiebungen in der Branche wider, die durch die Zölle von 2018 ausgelöst wurden. Die US-Produktionsstandorte des Konzerns haben es vor direkten Auswirkungen geschützt, doch das Unternehmen beobachtet die Handelspolitik weiterhin genau. Eine mögliche Forderung würde sich auf die Kompensation von Verlusten konzentrieren, die durch Marktverzerrungen entstanden sind – nicht auf direkte Strafen gegen die eigenen Geschäftsaktivitäten.
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