Fünf Städte im Bergischen Land gründen GeKo Rhein-Wupper gegen organisierte Kriminalität

Adriana Schacht
Adriana Schacht
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Eine bunte Karte der Strategischen Allianz Cyber Crime Working Group, umgeben von Logos und Namen verschiedener Organisationen in fetter schwarzer Schrift.Adriana Schacht

Fünf Städte im Bergischen Land gründen GeKo Rhein-Wupper gegen organisierte Kriminalität

Fünf Städte im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um organisierte und Wirtschaftskriminalität zu bekämpfen. Das neue Koordinationszentrum mit dem Namen GeKo Rhein-Wupper soll lokale Behörden zusammenbringen, um Informationen auszutauschen, Risiken zu bewerten und Durchsetzungsstrategien zu entwickeln. Beamte bezeichnen das Projekt als Vorbild für regionale Zusammenarbeit im Kampf gegen komplexe kriminelle Netzwerke.

Die GeKo wird als zentrale Anlaufstelle für den Informationsaustausch und präventive Maßnahmen dienen. Zu ihren Aufgaben gehören die Analyse von Bedrohungen, die Beratung zu Vollzugsmaßnahmen und die Koordination grenzüberschreitender kommunaler Reaktionen. Schwerpunkte liegen auf Banden- und Clankriminalität, Sozialbetrug, Menschenschmuggel, Problemimmobilien, Scheinfirmen und Geldwäsche.

Stefan Grawe wird das Zentrum von Wuppertal aus leiten, unterstützt durch einen Lenkungsausschuss und feste Ansprechpartner in jeder beteiligten Stadt. Das Projekt wird mit 280.000 Euro aus dem NRW-Programm "Interkommunale Zusammenarbeit" finanziert, während die Personalkosten von den fünf Kommunen gemeinsam getragen werden.

Die GeKo wird eng mit Bundes- und Landesbehörden zusammenarbeiten, darunter Zoll, Polizei, Staatsanwaltschaften und Finanzermittlungsstellen. Durch die Bündelung kommunaler Fachkenntnisse aus Gewerbeaufsicht, Außendienst und Liegenschaftsverwaltung soll sie den Strafverfolgungsbehörden handfeste Ermittlungsansätze liefern. Zudem zielt die Initiative darauf ab, öffentliche Einrichtungen zu schützen und das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken.

Dieser Ansatz orientiert sich an ähnlichen Modellen in anderen NRW-Regionen wie Düsseldorf, Dortmund, Münster und Aachen, wo bereits interkommunale Koordinationsstellen (ZOK) eingerichtet wurden. Die beteiligten Städte betonen, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe sei, die am besten durch kollektives Handeln gelöst werden könne.

Die GeKo Rhein-Wupper wird als dauerhafte Einrichtung arbeiten, um kriminelle Strukturen durch nachhaltige Zusammenarbeit zu zerschlagen. Ihre Gründung markiert einen Schritt hin zu einer systematischen, flächendeckenden Bekämpfung von organisierter und Wirtschaftskriminalität. Das Modell zeigt, wie lokale Partnerschaften die Ermittlungseffizienz steigern und die öffentliche Sicherheit verbessern können.

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