Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Minister Liminski darf weiterhin kostenlos in den Kölner Dom - Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein
Der Kölner Dom wird künftig von Touristen, die sein Inneres besichtigen, eine Eintrittsgebühr verlangen. Die am 5. März 2026 bekannt gegebene Entscheidung soll dazu beitragen, die Erhaltung des historischen Kölner Doms zu finanzieren. Die genauen Kosten werden in den kommenden Wochen festgelegt; die Erhebung der Gebühr soll im Juli beginnen.
Die Kathedrale, die jährlich rund sechs Millionen Besucher anzieht, war bisher auf Spenden und öffentliche Mittel für ihre Instandhaltung angewiesen. Anders als in der Vergangenheit – etwa bei den Ablässen, mit denen einst der Petersdom in Rom finanziert wurde – steht die neue Gebühr für einen transparenteren Ansatz bei der Deckung der Erhaltungskosten.
Gläubige, die zum Beten kommen, bleiben von der Gebühr ausgenommen. Touristen hingegen, die das Innere der Kölner Kathedrale besichtigen möchten, müssen künftig zahlen – die genaue Höhe steht jedoch noch nicht fest.
Nathanael Liminski, Europaminister von Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Kölner Dombauvereins, ist aufgrund seiner Zugehörigkeit von der Gebühr befreit. Er gab zu, zunächst gegen die Idee gewesen zu sein, für den Zugang zu einem Gotteshaus Geld zu verlangen, vertraute nun aber darauf, dass die Entscheidung wohlüberlegt getroffen wurde. Mit einem Scherz lockerte er die Stimmung auf und verwies auf die Vorteile, in dieser Situation "berühmt katholisch" zu sein.
Die neue Gebühr tritt in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Kraft. Sie soll das Bewusstsein für die hohen Kosten der Dom-Erhaltung schärfen. Während Touristen künftig direkt zu dessen Erhalt beitragen, bleibt der Zugang für regelmäßige Gottesdienstbesucher weiterhin kostenfrei.
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