Massive Proteste in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich
Neuer Protest gegen den Transport von Castor-Atommüll in Ahaus - Massive Proteste in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen hochradioaktiven Materials aus Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin. Die Veranstalter warnten, dass bereits im kommenden Monat erste Transporte rollen könnten.
Rund 450 Menschen beteiligten sich an der Protestaktion, die von 58 Gruppen unterstützt wurde – darunter Klimainitiativen, Kirchen, politische Parteien und lokale Bürgerbewegungen. Im Mittelpunkt stand der geplante Transport von bis zu 152 Castor-Behältern mit radioaktivem Abfall.
Der Müll soll vom Forschungszentrum Jülich sowie aus Garching und Berlin zu einem Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. Ein jüngstes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ebnete den Weg für diese Transporte, nachdem es einen Eilantrag abgelehnt hatte. Kritiker monieren, dass die Verlegung des Atommülls zwischen provisorischen Lagern – ohne eine dauerhafte Endlagerlösung – nicht zu rechtfertigen sei.
Aktivisten befürchten nun, dass der erste Transport aus Jülich noch vor Ostern beginnen könnte. Der Zeitplan folgt der Gerichtsentscheidung, die ein zentrales rechtliches Hindernis für die Lieferungen aus dem Weg räumte.
Der Protest unterstreicht die anhaltenden Bedenken zur Atommüll-Entsorgung in Deutschland. Da es kein Endlager gibt, bleibt der Abfall vorerst im Zwischenlager Ahaus. Weitere Transporte werden erwartet, sobald der erste Abtransport aus Jülich abgeschlossen ist.
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