Köln will Grünflächen im Afrika-Viertel vor Parkplatz-Boom schützen
Köln will Grünflächen im Afrika-Viertel vor Parkplatz-Boom schützen
Köln will Vordergärten im Afrika-Viertel schützen
Die Stadt Köln plant, im Stadtteil Nippes, genauer im Afrika-Viertel, neue Parkplätze in Vordergärten zu verhindern. Bestehende Stellflächen sollen jedoch erhalten bleiben. Eine endgültige Entscheidung wird im März im Ausschuss für Stadtentwicklung beraten.
Aktuell dürfen Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen ihre Vordergärten ohne besondere Genehmigung in Parkflächen umwandeln. Diese Regelung hat in den vergangenen fünf Jahren im Afrika-Viertel zu Bedenken wegen des Verlusts von Grünflächen geführt. Zwar gibt es keine genauen Statistiken, doch lokale Berichte verweisen auf eine zunehmende Versiegelung.
Die Stadtverwaltung schlägt nun eine Satzungsänderung vor, um die weitere Versiegelung von Flächen für nicht zwingend notwendige Zwecke zu stoppen. Neue Parkplätze wären demnach verboten, bestehende jedoch unter Bestandsschutz gestellt. Ziel ist es, den historischen Charakter der Vordergärten im Viertel zu bewahren.
Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln kritisiert den Plan scharf. Die retroaktive Beschränkung von Parkflächen treffe Eigentümer unrechtmäßig, die sich an die geltenden Vorschriften gehalten hätten, argumentiert der Verband.
Falls die Satzung verabschiedet wird, wären künftige Umwandlungen von Gärten in Parkplätze untersagt, während bestehende Flächen erhalten blieben. Die Entscheidung liegt beim Ausschuss für Stadtentwicklung, der im März tagt. Das Ergebnis wird die Zukunft der Grünflächen und des Parkraums im Afrika-Viertel prägen.
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