18 April 2026, 20:18

VAR-Debatte im DFB-Pokal: Fehlentscheidungen entfachen Streit über frühere Einführung

Buchumschlag mit einem Mann in einem Fußballtrikot, der einen Fußball tritt, mit entschlossener Miene und der Aufschrift "Värvall Fußball-Programm".

VAR-Debatte im DFB-Pokal: Fehlentscheidungen entfachen Streit über frühere Einführung

Streit um VAR-Entscheidungen im DFB-Pokal hat die Forderungen nach einer früheren Einführung der Technologie im Wettbewerb neu entfacht. Eine Reihe schwerwiegender Fehler – darunter ein aberkanntes Tor für Eintracht Frankfurt und ein übersehener Abseitsfehler in einem Spiel des FC Bayern München – haben die Vereine verärgert. Nun diskutieren Funktionäre und Trainer, ob die Technologie früher zum Einsatz kommen soll – trotz der finanziellen Hürden.

Der jüngste VAR-Streit begann, als Eintracht Frankfurt in ihrem 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim ein Tor aberkannt wurde. Trainer Dino Toppmöller kritisierte die Entscheidung scharf und argumentierte, sie habe seiner Mannschaft ein gerechtes Ergebnis gekostet. Nur wenige Tage zuvor hatte Schiedsrichter Tobias Welz ein Abseits von Bayerns Leroy Sané vor dessen Ausgleichstreffer gegen den 1. FC Köln übersehen.

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Die Pannen haben Persönlichkeiten wie Bayern-CEO Max Eberl dazu veranlasst, die Einführung des VAR ab der zweiten Runde des DFB-Pokals zu fordern. Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, heute Innovationschef bei der DFB Schiri GmbH, hält diesen Zeitplan für realistisch. Doch der Wechsel hätte seinen Preis.

Aktuell kostet der VAR in Bundesliga und 2. Bundesliga rund 11 Millionen Euro pro Saison, hinzu kommen fast eine weitere Million für das Personal. Auf 612 Spiele umgelegt sind das etwa 20.000 Euro pro Partie. Doch Vereine aus den unteren Ligen verfügen weder über die nötige Infrastruktur noch ist geklärt, wie ihre Einbindung finanziert werden soll.

Kritiker betonen, die Ausgaben seien gerechtfertigt, um kostspielige Fehler zu vermeiden. Ohne ein klares Finanzierungskonzept bleibt die Diskussion jedoch bestehen, wer die Rechnung tragen soll.

Die Kontroverse um den VAR im DFB-Pokal ebbt nicht ab. Vereine und Verantwortliche sind sich einig, dass Fairness notwendig ist – doch praktische Herausforderungen wie Kosten, Technik und Logistik stehen im Weg. Jede Entscheidung wird abwägen müssen zwischen Präzision und Bezahlbarkeit für Teams außerhalb der Spitzenligen.

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