Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Gesundheitsprobleme
Adriana SchachtUli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Gesundheitsprobleme
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat sich kritisch über vegane Ernährung geäußert und diese auf lange Sicht als schädlich bezeichnet. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der pflanzliche Ernährung aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen immer beliebter wird. Die Debatte knüpft an eine langjährige Diskussion über die Risiken des Fleischkonsums an.
Hoeneß, der selbst mit Herzproblemen und Bluthochdruck zu kämpfen hat, lehnte Veganismus als extrem ab. Er bezeichnete Veganer als militant und behauptete, ihre Ernährungsweise führe langfristig zu Krankheiten. Seine Kritik steht im Widerspruch zu Studien, die Fleisch- und Milchprodukte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.
Schon 2014 hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, verarbeitetes Fleisch mit Zigaretten verglichen und Wurst als "die Zigarette der Zukunft" bezeichnet. Trotzdem produziert das Familienunternehmen von Hoeneß, HoWe Wurstwaren, unter der Leitung seiner Kinder Sabine und Florian weiterhin Fleischwaren.
Die Tierrechtsorganisation PETA hat Hoeneß eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der immer mehr Menschen aus Gründen der persönlichen Gesundheit, des Tierschutzes und des Umweltschutzes auf pflanzliche Ernährung umsteigen.
Hoeneß bleibt trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse und veränderter Ernährungstrends bei seiner Ablehnung des Veganismus. Während sein Familienbetrieb weiterhin Wurstwaren herstellt, setzen sich Organisationen wie PETA für ein größeres Bewusstsein für pflanzliche Alternativen ein. Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Kontroversen über Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit.






