Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandal um belastete Böden Arbeit wieder auf
Adriana SchachtWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandal um belastete Böden Arbeit wieder auf
Im Braunkohletagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer monatelangen Pause wieder aufgenommen worden. Die Unterbrechung war erfolgt, nachdem der Verdacht auf illegale Ablagerung von belastetem Boden auf dem Gelände aufgekommen war. Die Behörden haben nun unter verschärfter Aufsicht die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten genehmigt.
Die Bezirksregierung Arnsberg erteilte nach einer eingehenden Prüfung die Freigabe für die Fortsetzung der Arbeiten. Fachgutachten kamen zu dem Schluss, dass etwaige festgestellte Bodenbelastungen geringfügig seien. Zudem fanden sich keine klaren Beweise dafür, dass externes Material in den Tagebau verbracht worden war.
Wegen der immensen Größe des Tagebaus räumten Beamte ein, dass zufällige Stichproben ohne genaue Standortangaben kaum belastete Bereiche identifizieren könnten. Als Vorsichtsmaßnahme wird ein Grundwassermonitoringsystem installiert, um mögliche künftige Risiken frühzeitig zu erkennen.
Die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund prüft den Fall weiterhin. Vorerst sind keine weiteren Ermittlungen geplant, es sei denn, die laufenden Untersuchungen fördern neue Beweise zutage.
Die Verfüllungsarbeiten im Tagebau wurden zwar wieder aufgenommen, jedoch mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen. Grundwasseruntersuchungen sind nun fester Bestandteil der routinemäßigen Überwachung, um unentdeckte Kontaminationen zu verhindern. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen laufen weiterhin, sodass bei Bedarf weitere Schritte möglich bleiben.






