Tommi Piper, einst Alf-Stimme, kämpft mit Armut und Tafel-Besuchen
Recep WohlgemutTommi Piper, einst Alf-Stimme, kämpft mit Armut und Tafel-Besuchen
Mit 84 Jahren ist der Synchronsprecher Tommi Piper erstmals auf eine Tafel angewiesen. Bekannt geworden durch seine Rolle als Alf sowie Auftritte in Derrick und Der Kommissar, kämpft er nun mit finanziellen Problemen. Engagements sind ausgeblieben, sodass er Mühe hat, die täglichen Kosten zu decken.
Kürzlich besuchte Piper die Tafel in Oberschleißheim, begleitet von seiner ukrainischen Putzfrau. Sie war vor dem Krieg geflohen und unterstützt ihn nun bei Besorgungen. Einst ein bekanntes Gesicht in Film und Fernsehen, gibt er zu, dass Jobs selten geworden sind – er musste sein Auto verkaufen und stark sparen.
Seine Rente und gelegentliche Hilfe von seinem Sohn reichen kaum für das Nötigste. Dennoch ist er dankbar, überhaupt eine Wohnung zu haben, und weiß, dass es anderen noch schlechter geht. Doch das Alleinleben in seinem Alter bringt ihn dazu, über betreutes Wohnen nachzudenken.
Neben Alf umfasste Pipers Karriere Rollen in Großstadtrevier, Die Pfefferkörner und frühen Filmen wie Zwei wie wir …. Gemeinsam mit dem Co-Autor Johannes Maria Brunner hat er nun seine Memoiren verfasst: Ja, ich war Alf. Bisher haben 40 Verlage das Manuskript abgelehnt.
Pipers finanzielle Not zeigt die Herausforderungen des Alterns in einer unberechenbaren Branche. Mit wenigen Engagements und begrenzten Ersparnissen ist er auf Unterstützung angewiesen. Seine Geschichte macht deutlich, wie selbst prominente Persönlichkeiten im Alter in Not geraten können.






