Streit um Zukunft des Theaters: SG_zukunft zerpflückt umstrittene Szenariostudie
Vito NeureutherStreit um Zukunft des Theaters: SG_zukunft zerpflückt umstrittene Szenariostudie
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat eine kürzlich veröffentlichte Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theaters und Konzerthauses scharf kritisiert. Der Bericht mangele es an Neutralität, und zentrale Fragen würden nicht ausreichend geprüft, so die Gruppe. Sie warnt, dass die Debatte über die Zukunft des Gebäudes in den kommenden Tagen weiter an Schärfe gewinnen werde.
SG_zukunft wirft der Studie vor, sie sei mit vorgegebenen Präferenzen in Auftrag gegeben worden und stütze sich auf nicht verifizierte Daten. Zudem zweifelt die Fraktion die Zuverlässigkeit der Kostenprognosen an – als Beispiel für frühere Kostenexplosionen bei öffentlichen Bauprojekten führt sie die Feuerwache in Ohligs an.
Entschieden lehnt die Gruppe Pläne ab, das bestehende Theater und Konzerthaus abzureißen, um Platz für eine neue Feuer- und Rettungswache zu schaffen. Bedenken gibt es insbesondere wegen der ökologischen Folgen, etwa des grauen CO₂-Ausstoßes und des geplanten unterirdischen Bunkers, die in der Studie ihrer Ansicht nach nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus verweist SG_zukunft auf mögliche Verkehrsprobleme, falls auf dem Gelände eine Feuerwache entstehen sollte. Die Fraktion betont, dass der kulturelle Wert der Spielstätte nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden dürfe.
In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien der Stadt über die Zukunft des Theaters und Konzerthauses beraten. SG_zukunft bleibt skeptisch gegenüber einem Abriss und den aktuellen Vorschlägen. Im Mittelpunkt der Kritik stehen die Datengrundlage, die ökologischen Auswirkungen sowie die übergeordnete kulturelle Bedeutung des Standorts.
