02 April 2026, 00:19

Solingen revolutioniert Mittagsbetreuung: Günstiger, flexibler, familienfreundlicher ab August 2026

Eine Schule mit einem vor ihr geparkten Auto, das eine Tür, Fenster und ein "Willkommen in einer kinderfreundlichen Schule"-Schild hat, umgeben von Topfpflanzen, Bäumen, Menschen, Masten, Drähten und einem bewölktem Himmel.

Solingen revolutioniert Mittagsbetreuung: Günstiger, flexibler, familienfreundlicher ab August 2026

Solingen reformiert sein Mittagsbetreuungssystem für Grundschulen – Änderungen starten am 1. August 2026

Die Stadt Solingen überarbeitet ihr Mittagsbetreuungsangebot für Grundschulkinder und führt zum 1. August 2026 günstigere Optionen und flexiblere Betreuungszeiten für Eltern ein. Ziel der Reform ist es, die Kinderbetreuung besser an die Bedürfnisse moderner Familien anzupassen.

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Das neue System umfasst ein Standardprogramm sowie ein Pilotprojekt namens UMI Flex, das an ausgewählten Nachmittagen eine verlängerte Betreuung anbietet. Bürgermeister Daniel Flemm bezeichnete die Neuerungen als notwendigen Schritt, um berufstätigen Eltern mehr Wahlmöglichkeiten und Verfügbarkeit zu bieten.

Die überarbeitete Mittagsbetreuung (UMI) wird für Familien deutlich günstiger sein als die bisherige Ganztagsbetreuung (OGS). Die Standardgebühren für UMI liegen bei 65 Prozent des OGS-Satzes, während die UMI Flex-Variante 70 Prozent kostet. Die Preise richten sich nach einem überarbeiteten Staffeltarif, der sich am Haushaltseinkommen orientiert und teilweise durch Elternbeiträge finanziert wird.

Ab August 2026 werden alle bestehenden UMI-Gruppen nach einem einheitlichen Modell arbeiten und die Kinder bis 14 Uhr betreuen, inklusive Ferienbetreuung. Parallel dazu testen drei Piltschulen das UMI Flex-Modell, das an zwei Nachmittagen pro Woche eine Verlängerung bis 15 Uhr vorsieht. Die Stadt erwartet, dass diese Flexibilität besonders für Eltern attraktiv ist, die gelegentlich eine spätere Abholung benötigen, aber keine ganztägige Betreuung wünschen.

Mit der Reform sollen zudem rund 1.000 Kinder aus Ganztagsprogrammen in die UMI-Gruppen wechseln. Dadurch werden Kapazitäten in der OGS für Familien mit höherem Betreuungsbedarf frei. Solingens Vorgehen entspricht den Vorgaben der Landesregierung, die nun Satzungen für Elternbeiträge bei schulischer Betreuung außerhalb des OGS-Rahmens vorschreibt.

Bürgermeister Flemm betonte, dass das neue System veränderten Familienroutinen Rechnung trage und statt starrer Pläne modulare Lösungen biete. Neben Halb- und Ganztagsbetreuung stellt das UMI Flex-Pilotprojekt eine Zwischenlösung dar. Noch ist jedoch unklar, wie viele Schulen über die ersten drei hinaus nach der Testphase 2026/27 das flexible Modell übernehmen werden.

Die Haushaltsverhandlungen laufen noch, und die endgültige Umsetzung hängt von der Bewilligung der Mittel ab. Die Verantwortlichen unterstreichen, dass es darum gehe, eine nachhaltige Struktur zu schaffen, die Bezahlbarkeit und Zugänglichkeit für alle Eltern in Einklang bringt.

Die Änderungen treten im August 2026 in Kraft und bringen niedrigere Kosten sowie anpassungsfähigere Betreuungszeiten mit sich. Etwa 1.000 Kinder sollen von der Ganztags- in die neue UMI-Betreuung wechseln. Die Stadt wird das UMI Flex-Pilotprojekt genau evaluieren, bevor über eine flächendeckende Einführung entschieden wird.

AKTUALISIERUNG

New law drives childcare overhaul in Solingen

A legal requirement for first-grade full-day care from 2026/27 is accelerating Solingen's childcare reforms. Key developments include:

  • 1,000 children will shift from full-day to UMI groups by August 2026
  • Fees now set by income brackets, with standard UMI at 65% of full-day costs
  • 3 pilot schools testing extended care until 15:00 twice weekly