14 March 2026, 18:23

Skandal um Schiedsrichter Dingert: Bayern und Leverkusen toben nach umstrittenen VAR-Entscheidungen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Schiedsrichters, der mit einem Mann auf dem Feld spricht und von einer Gruppe Menschen umgeben ist, mit einem Zaun, einer Fahne und Bäumen im Hintergrund.

"Im Leben keine Schwalbe": Bayern ärgerlich nach Diaz-Roter Karte - Skandal um Schiedsrichter Dingert: Bayern und Leverkusen toben nach umstrittenen VAR-Entscheidungen

Bayerns 1:1 bei Bayer Leverkusen am 14. März 2026 hinterlässt beide Teams verärgert über eine Reihe umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Der Partie lagen zwei aberkannte Tore, eine umkämpfte Rote Karte und ein VAR-Eingriff zugrunde, die Spieler und Trainer gleichermaßen ratlos zurückließen.

Im Mittelpunkt der Kontroversen stand Schiedsrichter Christian Dingert, dessen Urteile sofortige Proteste von beiden Bankbereichen auslösten.

Der erste Eklat ereignete sich in der 26. Minute, als Jonathan Tah von Leverkusen glaubte, die Führung erzielt zu haben. Nach einer VAR-Überprüfung wurde das Tor jedoch aberkannt – zur sichtlichen Verärgerung von Trainer Vincent Kompany. Die Frustration vertiefte sich in der 42. Minute, als Nicolas Jackson vom FC Bayern mit Rot vom Platz gestellt wurde – eine Entscheidung, die die Münchner überraschenderweise ohne Widerspruch hinnahmen.

In der 61. Minute traf Harry Kane für Bayern, doch auch dieses Tor wurde annulliert, nachdem der Ball zuvor seinen Arm gestreift hatte, als er einen Abstoß von Leverkusens Torhüter Janis Blaswich blockierte. Später kritisierte Bayerns Schlüsselfigur Sven Ulreich die VAR-Entscheidung als ungerechtfertigt.

Die kurioseste Szene spielte sich in der 84. Minute ab: Der Leihspieler von Liverpool, Luis Díaz, wurde von Blaswich im Strafraum leicht berührt, stolperte, fand jedoch schnell wieder Halt – ohne auf Elfmeter zu plädieren. Dingert zeigte ihm dennoch die zweite Gelbe Karte wegen angeblicher Schwalbe, was Empörung auslöste. Sowohl Kompany als auch Tah stellten die Entscheidung infrage, während Dingert nach Sichtung der Bilder den Fehler einräumte.

Trotz des Aufruhrs blieben Änderungen an den VAR-Regeln in der Bundesliga oder anderen europäischen Topligen aus. Der Vorfall blieb ein isolierter Streitpunkt, der keine weiteren Reformen nach sich zog.

Am Ende teilten sich Leverkusen und Bayern die Punkte, doch die Diskussionen drehten sich vor allem um die inkonsistente Spielleitung. Dingerts Eingeständnis des Fehlers bei Díaz' Platzverweis milderte die Verärgerung kaum. Die Partie bleibt damit ein Beispiel dafür, wie knappe Entscheidungen – und umstrittene Schiedsrichterleistungen – den Ausgang im Spitzensport prägen können.

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