Pilotprojekt für bedarfsgesteuerten ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert an Finanzierungslücken
Recep WohlgemutPilotprojekt für bedarfsgesteuerten ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert an Finanzierungslücken
Drei Jahre nach dem Start endet in Neukirchen-Vluyn das Pilotprojekt für bedarfsgesteuerten ÖPNV
Das Modellvorhaben, das eine flexible und digital gesteuerte Alternative zu klassischen Verkehrsangeboten bieten sollte, wird Ende 2025 eingestellt. Trotz großer Pläne konnte keine langfristige Finanzierungslösung gefunden werden.
Das Projekt startete mit starker Unterstützung, darunter 1,8 Millionen Euro Landesförderung über fünf Jahre. Vier örtliche Taxi- und Mietwagenunternehmen steuerten zusätzliche Ressourcen bei, um den Betrieb aufzubauen. Die Stadt Neukirchen-Vluyn übernahm die Koordination der Initiative, die über 8.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer gewann.
Zunächst gelang es den beteiligten Kommunen, die Testphase durch zusätzliche lokale Mittel um ein Jahr zu verlängern. Doch die Bemühungen um ein tragfähiges Finanzmodell scheiterten letztlich. Da die nötige Unterstützung für eine dauerhafte Fortführung fehlte, wurde die Einstellung des Betriebs beschlossen.
Die Dienstleistungen laufen noch bis zum 31. Dezember 2025 weiter. Bis April 2026 wurden jedoch keine öffentlichen Daten veröffentlicht, die das On-Demand-System im Kreis Wesel mit dem klassischen ÖPNV in puncto Fahrgastzahlen, Reisekosten oder Kundenzufriedenheit vergleichen.
Mit der Schließung endet ein Versuch, den öffentlichen Nahverkehr durch digitale Flexibilität zu modernisieren. Zwar verfügte der Service über eine solide Nutzerbasis, doch das Fehlen einer nachhaltigen Finanzierungsstruktur machte ein langfristiges Überleben unmöglich. Wie geplant wird der Betrieb zum Jahresende eingestellt.






