01 May 2026, 10:21

Neue 380-kV-Stromtrasse in NRW: Bauverbote ab 2026 und erste Pläne online

Ein großes Gebäude mit zahlreichen Stromleitungen davor, umgeben von städtischer Infrastruktur einschließlich Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Fahrzeugen, Verkehrsschutzeinrichtungen und Topfpflanzen unter einem klaren blauen Himmel.

Neue 380-kV-Stromtrasse in NRW: Bauverbote ab 2026 und erste Pläne online

Großes Stromleitungsprojekt in Nordrhein-Westfalen nimmt Fahrt auf

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In Nordrhein-Westfalen geht ein bedeutendes neues Stromleitungsvorhaben in die nächste Phase: Die Amprion GmbH wird in Kürze mit der offiziellen Planung für eine 380-Kilovolt-Freileitung beginnen, die Westerkappeln mit dem Umspannwerk Gersteinwerk verbindet. Das Projekt wird schrittweise umgesetzt, wobei der erste Abschnitt voraussichtlich bis Anfang 2029 den Bereich südlich von Westerkappeln erschließen soll.

Bauverbote ab Mai 2026 – Öffentlichkeit kann Pläne einsehen Ab dem 4. Mai 2026 tritt in den ausgewiesenen Trassenbereichen eine Veränderungssperre in Kraft. Bis zum 30. Juni 2029 sind in diesen Zonen keine Neubauten, Leitungsverlegungen oder intensivere landwirtschaftliche Nutzungen mehr gestattet. Die Beschränkungen dienen dazu, die Flächen für die geplante Infrastruktur freizuhalten.

Vom 1. bis 19. Mai 2026 können Bürger die Details der Sperrverfügung sowie die betroffenen Gebiete online einsehen. Die Unterlagen werden auf der Website der Bezirksregierung Münster bereitgestellt. Anwohner und Grundstückseigentümer haben damit fast drei Wochen Zeit, sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren.

Phasenweise Umsetzung – Erster Antrag für 2029 avisiert Amprion rechnet damit, den ersten Planfeststellungsantrag Anfang 2029 einzureichen. Dieser betrifft zunächst die Strecke von Westerkappeln bis zur Kreisgrenze Steinfurt/Warendorf. Das Gesamtprojekt wird in vier separate Genehmigungsabschnitte unterteilt, wobei der genaue Verlauf der 380-kV-Leitung im Laufe des Verfahrens festgelegt wird.

Die Veränderungssperre stellt sicher, dass im vorgesehenen Trassenkorridor bis zum Baubeginn keine Änderungen vorgenommen werden. Durch das gestufte Vorgehen könnte der erste Abschnitt bereits 2029 realisiert werden – vorbehaltlich der Genehmigungen. Langfristig wird die Hochspannungsleitung Westerkappeln mit dem Umspannwerk Gersteinwerk verbinden und so die Stromnetz-Kapazitäten deutlich stärken.

Quelle