Münchner Oktoberfest: Die legendäre Rutschbahn feiert 89 Jahre Adrenalin und Tradition
Adriana SchachtMünchner Oktoberfest: Die legendäre Rutschbahn feiert 89 Jahre Adrenalin und Tradition
Seit 89 Jahren ist die Rutschbahn ein fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests. Betrieben von einem Familienunternehmen in sechster Generation, bietet die Attraktion eine einzigartige Mischung aus Nervenkitzel und Herausforderung. Besucher sausen eine 40 Meter lange Holzrutsche hinab – doch erst, nachdem sie den kniffligen Aufstieg auf einem Förderband gemeistert haben.
Der Parcours beginnt mit einem 32 Meter langen Gummiband-Förderband, das sich mit etwa 11 km/h bewegt. Viele Fahrgäste kämpfen darum, das Gleichgewicht zu halten, und wenn ihnen dies misslingt, müssen Mitarbeiter helfend eingreifen. Oben angekommen, beginnt der eigentliche Spaß: eine rasante Abfahrt auf der Holzrutsche.
Claus Konrad, der die Attraktion seit 2012 leitet, überwacht mit seinem Team den reibungslosen Ablauf. Greifen sie ein, wenn betrunkene Besucher – die eigentlich verboten sind – die Rutschbahn nutzen wollen, kommt es mitunter zu unappetitlichen Vorfällen wie Erbrechen. Eine besonders denkwürdige Gruppe schottischer Gäste sorgte sogar für Aufsehen, als sie ohne Unterwäsche unter ihren Kilts rutschte.
Die Rutschbahn ist in ihrer Art einzigartig: Weltweit gibt es keine andere Attraktion, die Förderband und Rutsche auf diese Weise kombiniert. Während des Oktoberfests leben Konrad und seine Familie in einem Wohnwagen direkt vor Ort, um sicherzustellen, dass alles reibungslos läuft.
Für die diesjährige Ausgabe wünscht sich Konrad trockenes Wetter, hohe Besucherzahlen und vor allem: keine Unfälle. Die Rutschbahn bleibt eine unverwechselbare Oktoberfest-Tradition, die Geschwindigkeit, Geschick und gelegentliche Turbulenzen vereint. Dank strenger Sicherheitsvorkehrungen sorgt sie Jahr für Jahr für Unterhaltung – wobei nüchterne Teilnehmer in der Regel besser abschneiden. Wie immer wird Konrads Team auch diesmal dafür sorgen, dass alles sicher über die Bühne geht.






