Mönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch der Verbrauch bleibt stabil
Recep WohlgemutMönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch der Verbrauch bleibt stabil
Energieausgaben für städtische Gebäude in Mönchengladbach steigen 2024 um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro
Die Energieausgaben der Stadt Mönchengladbach für kommunale Gebäude sind 2024 stark angestiegen – um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro. Trotz dieses deutlichen Kostenanstiegs blieb der Gesamtenergieverbrauch der Stadt nahezu unverändert: Sowohl der Strom- als auch der Erdgasverbrauch blieben stabil.
Angesichts der explodierenden Kosten hat die Stadt nun Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter die Modernisierung der Beleuchtung sowie Pläne für digitale Energiemanagementsysteme.
Stromverbrauch stabil, Heizölbedarf gestiegen Der Stromverbrauch in den städtischen Liegenschaften lag 2024 bei konstanten 13,32 Millionen Kilowattstunden. Fast die Hälfte davon entfiel auf Schulen, die zudem 62,5 Prozent des städtischen Erdgasverbrauchs ausmachten. Während der Erdgasbedarf mit 50,4 Millionen Kilowattstunden unverändert blieb, stieg der Verbrauch von Heizöl von 4,75 auf 6 Millionen Kilowattstunden.
Effizienzmaßnahmen und digitale Lösungen geplant Eine kürzlich abgeschlossene Beleuchtungssanierung kostete 850.000 Euro, wobei der Bund die Hälfte der Summe übernahm. Zudem hat die Stadt ihr Energiemonitoring-Team und die entsprechende Infrastruktur ausgebaut. Für die Zukunft sind der Austausch veralteter Stromzähler durch digitale Systeme sowie die Einführung einer Energiemanagement-Software vorgesehen.
Langfristige Einsparziele bis 2028 Zwischen 2026 und 2028 sollen weitere Maßnahmen folgen, darunter die Modernisierung von Heizungsanlagen, Gebäudesanierungen und die Installation von Lüftungssystemen. Konkrete Pläne für Schulen oder andere Einrichtungen stehen jedoch noch aus. Der CO₂-Fußabdruck der städtischen Gebäude blieb 2024 mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu unverändert.
Photovoltaik-Anlagen in Betrieb – genaue Ertragszahlen fehlen Auf 15 kommunalen Gebäuden sind Photovoltaikanlagen in Betrieb, doch exakte Angaben zu deren Stromerzeugung liegen bisher nicht vor.
Fazit: Höhere Kosten, aber Verbrauch stabil Obwohl die Energieausgaben 2024 stark stiegen, blieb der Verbrauch weitgehend konstant. Durch Modernisierungen bei Beleuchtung, Monitoring und künftigen digitalen Systemen sollen die Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden. Langfristig setzen die Verantwortlichen auf strukturelle Sanierungen und Heizungsmodernisierungen, um Energieverschwendung zu reduzieren.






