11 April 2026, 08:21

Meerbusch gedenkt 87 Jahre nach der Reichspogromnacht mit bewegender Feier

Mahnmal in einem Stadtplatz, das Holocaust-Opfern gewidmet ist, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden im Hintergrund.

Meerbusch gedenkt 87 Jahre nach der Reichspogromnacht mit bewegender Feier

Meerbusch gedenkt am 9. November 2025 mit einer Feierstunde an die Opfer der Reichspogromnacht

Am 9. November 2025 findet in Meerbusch eine Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Die Feier erinnert an die Opfer der gewalttätigen Ausschreitungen von 1938, bei denen Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland Übergriffen, Zerstörung und Mord ausgesetzt waren. Bürgerinnen und Bürger sind um 18:00 Uhr eingeladen, sich am Mahnmal an der Kemperallee in Lank-Latum zu versammeln.

Die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 markiert eine Reihe brutaler Angriffe auf jüdische Menschen, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen. Auch im heutigen Meerbusch kam es während des Pogroms zu gewaltsamen Übergriffen und Deportationen. Die anstehende Gedenkfeier soll diese Ereignisse im öffentlichen Bewusstsein wachhalten und ein Zeichen für Toleranz setzen.

Seit 2003 erinnert ein Mahnmal an der Ecke Kemperallee/Hauptstraße in Lank-Latum an die Geschehnisse. Zudem erinnern Stolpersteine in Osterath und Lank-Latum an die Opfer des Pogroms. Die Veranstaltung wird durch Beiträge von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Lank sowie der Musikpädagogin Christiane Karagaschki gestaltet.

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Bürgermeister Christian Bommers wird die Gedenkrede halten. Die Organisatoren hoffen, mit der Veranstaltung ein deutliches Signal gegen das Vergessen und für die Menschlichkeit zu setzen.

Die Feier findet am bestehenden Mahnmal statt, das seit über zwei Jahrzehnten an die Verbrechen erinnert. Durch die gemeinsame Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger unterstreicht die Stadt ihr Bekenntnis zur historischen Verantwortung. Gleichzeitig betont die Veranstaltung die Bedeutung, sich auch heute gegen Intoleranz und Ausgrenzung zu stellen.

Quelle