Mainz feiert historische Fastnacht mit erster weiblicher Protokollchefin
Adriana SchachtFrauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainz feiert historische Fastnacht mit erster weiblicher Protokollchefin
Die 71. Fernseh-Fastnachtsitzung von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" hat mit der Ernennung der ersten weiblichen Protokollchefin in fast 200 Jahren Tradition gebrochen. Christina Grom übernahm die Rolle und markierte damit einen historischen Wandel, während die Veranstaltung ihren Wurzeln treu blieb. Die Sitzung bot zudem scharfe Satire auf politische Persönlichkeiten und einen Abschiedsauftritt des langjährigen Moderators Andreas Schmitt.
Jürgen Wiesmann gab zum 25. Mal den beliebten Karnevalscharakter Ernst Lustig und unterhielt das Publikum mit gewohntem Charme. Die Sitzung verband Tradition mit frischen Elementen, darunter Groms bahnbrechende Berufung. Ihr Humor kannte keine Grenzen – sie scherzte über die Rückkehr der Wehrpflicht und schlug sogar eine Verlosung für den Militärdienst vor.
Grom nahm auch Donald Trump aufs Korn und schlug vor, der Himmel solle die Gutenberg-Bibel nutzen, um "seinem aufgeblähten Ego mal ordentlich einen mitzugeben". Die Spitzen richteten sich zudem gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sowie die Kardinäle Müller und Woelki, deren "Sünden" spielerisch enthüllt wurden. Stand 13. Februar 2026 hatten sich die Betroffenen noch nicht öffentlich zu den Sticheleien geäußert.
Andreas Schmitt, der die Revue jahrelang moderiert hatte, beendete die Show in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. Nach einer kurzen gesundheitsbedingten Pause 2025 kehrte er zurück, um Papst Leo XIV. seine besten Wünsche für mehr Gleichberechtigung zu übermitteln. Schmitt malte sogar eine Zukunft aus, in der eine Papst*in eines Tages den Segen "Urbi et Orbi" erteilen könnte – ein Verweis auf den fortschrittlichen Ton der Sitzung.
Die Mainzer Fastnachtsrevue 2025 vereinte bewährte Traditionen mit mutigen Neuerungen. Groms historische Rolle und die satirischen Angriffe auf die politische Elite hinterließen bleibende Eindrücke. Die Veranstaltung endete mit Schmitts Abschied, der die Zuschauer über das gelungene Mix aus Humor, Geschichte und Wandel nachdenken ließ.
Christina Groms satirischer Blick auf das Verkehrschaos in Mainz enthüllt
Christina Grom eröffnete ihre historische Rolle mit scharfer Satire auf die lokale Politik. Ihre Vorstellung zeigte die verwirrenden Änderungen der Verkehrsgeschwindigkeit in Mainz:
- Sie machte sich über den 'Tempo 30 zu Tempo 50 und zurück' -Zyklus in der City lustig.
- Grom, die die Rolle von ihrem Vater Erhard im Jahr 2025 übernommen hat, nutzte die GCV-Tradition, um die Stadtplanung zu kritisieren.
- Die ZDF-Ausstrahlung des Ereignisses wurde am 13. Februar 2026 um 20:15 Uhr gesendet.