23 April 2026, 14:36

"Kein Körper passt": Kims bewegende Suche nach Identität feiert Bühnenpremiere in Berlin

Eine farbenfrohe Papierreproduktion, die die Lebensphasen von Frauen von der Kindheit bis zum Alter zeigt, mit fetter Schrift und detaillierten Elementen.

"Kein Körper passt": Kims bewegende Suche nach Identität feiert Bühnenpremiere in Berlin

Bühnenadaption von Kim de l'Horizons preisgekröntem Roman "Kein Körper passt" feiert Premiere in Berlin

Diese Woche hatte in Berlin die Bühnenfassung von Kim de l'Horizons gefeiertem Roman "Kein Körper passt" Premiere. Das Stück, basierend auf dem mit dem Deutschen und Schweizer Buchpreis 2022 ausgezeichneten Werk, erkundet Themen wie Identität, Trauma und Selbstakzeptanz anhand einer zutiefst persönlichen Erzählung. Drei Schauspieler:innen bringen die Reise der Protagonist:in auf die Bühne.

Die Geschichte folgt Kim, einer nicht-binären Erzählerin, die ihre Schweizer Vorstadtkindheit aufarbeitet und die verdrängte Vergangenheit ihrer Familie enthüllt. Die Demenz ihrer Großmutter löst eine Suche nach dem Verständnis transgenerationaler Traumata und dem eigenen Platz darin aus. Der von ihrem Urgroßvater gepflanzte Blutbuchenbaum wird zum Symbol für Geborgenheit und Zugehörigkeit.

Kims Kampf mit Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Erwartungen steht im Zentrum des Stücks. Ihr Körper, fließend und undefinierbar, stellt binäre Normen infrage und zwingt sie, sich mit Scham auseinanderzusetzen und Selbstannahme zu finden. Die 90-minütige Inszenierung bricht das Schweigen über vererbtes Leid.

Julian Trostorf, Annemie Twardawa und Emma Zeisberger teilen sich die Rolle der Kim und verleihen der emotionalen und körperlichen Verwandlung der Figur jeweils eine eigene Perspektive. Die Adaption bleibt dem Roman in seiner schonungslosen Ehrlichkeit treu und übersetzt seine introspektive Tiefe in ein kraftvolles Bühnenerlebnis.

Die Premiere an der Vaganten Bühne in Charlottenburg markiert einen mutigen Schritt, um Kims Geschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Indem das Stück Trauma und Identität mit unerbittlicher Klarheit thematisiert, regt es Gespräche über Akzeptanz und Heilung an. Die Aufführung dauert 90 Minuten und bietet ein eindringliches, zum Nachdenken anregendes Erlebnis.

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