18 April 2026, 16:18

Infineon streicht Jobs in Warstein und setzt auf Energiewende-Technologien

Graphik zeigt erhöhte BAA-Ausgaben in verschiedenen Branchen mit begleitendem erklärendem Text.

Infineon streicht Jobs in Warstein und setzt auf Energiewende-Technologien

Infineon baut Stellen am Standort Warstein ab – Fokus verschiebt sich auf Industrieanwendungen

Angesichts des drastischen Nachfrageeinbruchs bei Elektrofahrzeugen streicht Infineon Arbeitsplätze an seinem Werk in Warstein. Gleichzeitig verlagert der Konzern seinen Schwerpunkt auf industrielle Anwendungen, insbesondere im Bereich der Infrastruktur für die Energiewende. Die neue Produktlinie "EasyPACK C" markiert diesen strategischen Wandel.

Von den Stellenstreichungen betroffen ist eine dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen in Warstein. Die Unternehmensführung setzt auf Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Unberührt von den Kürzungen bleiben lediglich die Sparten Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur.

Die Produktion von Leistungsmodulen wird am ungarischen Infineon-Standort in Cegléd gebündelt. Damit soll die durch den starken Rückgang der E-Auto-Nachfrage entstandene Überkapazität abgebaut werden. Die neue "EasyPACK C"-Serie setzt auf Siliziumkarbid-Technologie und bietet im Vergleich zu Vorgänger-Modellen eine höhere Leistungsdichte sowie eine längere Lebensdauer.

Der Rückzug aus dem Automobilsektor fällt mit der Vorbereitung auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal am 12. November zusammen. Analysten werden dann besonders die Einschätzung des Unternehmens zur schwächelnden E-Auto-Branche und die Wachstumschancen der industriellen Produktpalette unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse könnten die weitere Entwicklung der Aktie maßgeblich beeinflussen.

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Infineons strategische Neuausrichtung zielt auf zukunftsträchtige Industriebereiche wie die Energieinfrastruktur ab. Der anstehende Quartalsbericht wird zeigen, ob dieser Kurswechsel die Verluste aus dem angeschlagenen E-Auto-Sektor ausgleichen kann. Sowohl Investoren als auch Mitarbeiter warten gespannt auf konkrete Signale zu den nächsten Schritten des Unternehmens.

Quelle