Großrazzia im Ruhrgebiet: Logistikfirma soll Millionen durch Schwarzarbeit hinterzogen haben
Adriana SchachtGroßrazzia im Ruhrgebiet: Logistikfirma soll Millionen durch Schwarzarbeit hinterzogen haben
Großrazzia im Ruhrgebiet: Logistikdienstleister unter Verdacht der Steuerhinterziehung und illegaler Beschäftigung
Bei einer großangelegten Razzia in der Ruhrregion Nordrhein-Westfalens ist ein Logistik-Unternehmen ins Visier der Ermittler geraten, dem organisierte Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen werden. Am 24. März 2026 setzten die Behörden 37 Durchsuchungsbefehle durch und nahmen drei Personen fest – im Rahmen einer koordinierten Aktion mit Hunderten Einsatzkräften.
An der Operation beteiligten sich die Zentrale Anlaufstelle für Wirtschaftskriminalität (ZeFin NRW), das Hauptzollamt Duisburg, das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW), die Bundespolizei sowie eine Spezialeinheit des Zolls. Im Fokus stand ein Logistikunternehmen, das beschuldigt wird, Kurierfahrer systematisch in bar bezahlt und dabei Sozialabgaben vorenthalten zu haben. Den Ermittlern zufolge soll die Gruppe zudem eine kriminelle Vereinigung gebildet haben, um die Steuerhinterziehung zu organisieren.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten 174.000 Euro Bargeld sowie sechs elektrische Lastenräder, die vorläufig im Rahmen von Vermögenssicherungsmaßnahmen beschlagnahmt wurden. Umfassende Unterlagen und Datenträger wurden sichergestellt und werden nun ausgewertet. Weitere Details hält die Staatsanwaltschaft jedoch zurück, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Drei Haftbefehle wurden gegen einen 39-jährigen Hauptverdächtigen, einen 29-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau vollstreckt. Der Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Straftaten im Logistiksektor ein, bei denen dezentrale Netzwerke – oft mit Subunternehmern aus Osteuropa – illegale Beschäftigung und Sozialbetrug ausnutzen. Vergleichbare Operationen gab es in den vergangenen Jahren bereits in NRW (2022, betroffen: 150 Arbeiter), Bayern (2023, Schaden: 20 Millionen Euro) und Hessen (2024, gefälschte Dokumente auf Lkw-Parkplätzen aufgedeckt).
Die beschlagnahmten Beweismittel werden nun detailliert ausgewertet, um die Anklage gegen die Beschuldigten zu untermauern. Solange die Ermittlungen andauern, werden keine weiteren Informationen bekannt gegeben. Die Behörden betonten das Ausmaß der Aktion, die die anhaltenden Bemühungen unterstreicht, Finanzkriminalität im Logistikbereich entschlossen zu bekämpfen.






