15 March 2026, 20:27

Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Überprüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026

Kundgebung für Überprüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026 in Düsseldorf

Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Organisatoren rufen das Bundesverfassungsgericht auf, alle Gruppen zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Die Kundgebung steht im Zusammenhang mit den anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen um den Status von Parteien wie der AfD (Alternative für Deutschland).

Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr vor dem nordrhein-westfälischen Landtag. Teilnehmer werden aufgefordert, sich bereits um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam anzureisen.

Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Demonstration wird vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) unterstützt. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine rechtliche Überprüfung der Einstufungen als rechtsextrem, die der Bundesrat mit einfacher Mehrheit anstoßen könnte.

Die AfD war im Mai 2025 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisches Bestreben" eingestuft worden. Ein Kölner Verwaltungsgericht setzte diesen Beschluss jedoch im Februar 2026 vorläufig außer Kraft, während das Hauptverfahren läuft. Mehrere AfD-Landesverbände in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gelten weiterhin offiziell als rechtsextrem. Auch die ehemalige Jugendorganisation "Junge Alternative" war zuvor als extremistisch eingestuft worden, bevor sie sich im März 2025 auflöste.

Nordrhein-Westfalen hat sich bisher nicht den Forderungen nach einer Überprüfung dieser Einstufungen angeschlossen.

Ziel der Kundgebung ist es, eine gerichtliche Prüfung der Rechtsextremismus-Zuordnungen voranzutreiben. Da der Bundesrat ein solches Verfahren initiieren könnte, hoffen die Organisatoren, durch die Demonstration den Druck auf eine entsprechende Entscheidung zu erhöhen. Die Haltung Nordrhein-Westfalens zu dieser Frage bleibt vorerst unverändert.

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