DGB und Wesels Oberbürgermeister beraten über Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
Adriana SchachtDGB und Wesels Oberbürgermeister beraten über Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister, um über lokale Arbeitsmarktherausforderungen zu beraten. Unter der Leitung von Angelika Wagner konzentrierte sich die Gruppe auf Arbeitsplatzqualität, wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit in der Region. Das Gespräch knüpfte an ein öffentliches Forum an, das zwei Jahre zuvor zwischen Stadtvertretern und Gewerkschaften stattgefunden hatte.
An dem Treffen nahmen Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Niederrhein, und Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien teil. Beide Seiten analysierten die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt, die regionale Entwicklung sowie anhaltende Probleme in der Stadt.
Seit der öffentlichen Diskussion zwischen der Weseler Stadtverwaltung und den Gewerkschaften im Jahr 2024 ist die Arbeitslosigkeit von 7,2 auf 6,1 Prozent gesunken – Stand Anfang 2026. Diese Verbesserung geht vor allem auf das Wachstum in den Bereichen Logistik und erneuerbare Energien zurück, während in der Gesundheitsbranche und im verarbeitenden Gewerbe weiterhin Fachkräftemangel herrscht.
Die DGB-Delegation äußerte Bedenken hinsichtlich des Erhalts guter Arbeitsplätze und forderte eine Ausweitung der Tarifbindung. Zudem sprachen sie sich für eine engere Zusammenarbeit mit lokalen Entscheidungsträgern aus, um faire Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung zu gewährleisten. Oberbürgermeister Benien betonte die Notwendigkeit einer fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen Regierung, Unternehmen und Gewerkschaften, um diese Herausforderungen zu bewältigen.
Die Gespräche zeigten sowohl Fortschritte als auch anhaltende Defizite auf dem Weseler Arbeitsmarkt auf. Zwar ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen, doch Fachkräftemangel und Arbeitsplatzsicherheit bleiben zentrale Themen. Weitere Kooperationen zwischen Gewerkschaften, Stadt und Arbeitgebern sollen künftige Maßnahmen prägen.






