Bundeswehr testet Krisenprotokolle im alten JHQ Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Valeria TrubBundeswehr testet Krisenprotokolle im alten JHQ Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Bundeswehr führt Übungen im ehemaligen Joint Headquarters Mönchengladbach durch
Ab diesem Freitag bis in die folgende Woche hinein wird die Bundeswehr auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach Manöver durchführen. Das 2013 geschlossene Areal umfasst 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht.
Anwohner in der Umgebung müssen mit lauten Geräuschen während der Übungen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine scharfe Munition eingesetzt wird. Es kommen ausschließlich Platzpatronen zum Einsatz, sodass die öffentliche Sicherheit nicht beeinträchtigt wird.
An den Übungen beteiligen sich rund 80 Soldaten, unterstützt von 25 Militärfahrzeugen und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Zudem werden Krisenreaktionsprotokolle, einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit, geprobt.
Die verlassene Anlage dient seit Langem als Übungsgelände für Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams wie das Technische Hilfswerk (THW). Zwar gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen über die genaue Anzahl früherer Übungen, doch das Gelände bleibt ein wichtiger Standort für großangelegte Manöver.
Die Behörden haben die lokale Bevölkerung darauf hingewiesen, während der Operation mit gelegentlichen lauten Knallen zu rechnen. Betont wird jedoch, dass es sich dabei um Platzpatronen handelt, von denen keine Gefahr für die Umgebung ausgeht.
Die Übungen erstrecken sich über mehrere Tage und konzentrieren sich auf Einsatzbereitschaft und öffentliche Kommunikation. Da keine scharfe Munition verwendet wird, zielt das Manöver darauf ab, militärische Abläufe zu optimieren, ohne die Bevölkerung zu beeinträchtigen. Das ehemalige JHQ Mönchengladbach bleibt damit ein wichtiger Ort für die Vorbereitung von Streitkräften und Rettungsdiensten.