25 March 2026, 20:18

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung

Alte deutsche 5 Kronen-Banknote mit einem Lineal am unteren Bildrand.

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünf-Cent-Rundung

Die Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen in Deutschland künftig auf volle fünf Cent zu runden. Mit diesem Schritt sollen die Kosten für die Herstellung und den Umgang mit Kleingeld gesenkt werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der Deutschen eine solche Änderung begrüßen würde.

Ein- und Zweicent-Münzen werden laut einer Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023 kaum noch weiterverwendet. Viele landen vergessen im Sparschwein statt im Umlauf. Nach dem Vorschlag würden Preise wie 3,99 Euro beim Barzahlen auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden.

Sieben EU-Länder wenden bereits ähnliche Systeme an. Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland haben die Rundung auf volle fünf Cent eingeführt. Diese Länder akzeptieren Ein- und Zweicent-Münzen zwar weiterhin als gesetzliches Zahlungsmittel, geben sie aber nicht mehr aus.

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Ziel des Bundesbank-Plans sind auch Kosteneinsparungen. Die Produktion, Verpackung und der Transport von Kleingeld verursachen unnötige Ausgaben. Gleichzeitig bleibt Bargeld in Deutschland beliebt: Fast die Hälfte aller Einkäufe im Geschäft wird weiterhin mit physischem Geld bezahlt.

Einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen bieten bereits freiwilliges Runden an. Kunden können dort ihre Rechnungsbeträge auf volle zehn Cent aufrunden, wobei der Differenzbetrag an gemeinnützige Organisationen geht.

Wird der Vorschlag umgesetzt, würden Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise aus dem Alltag verschwinden. Die Änderung brächte Deutschland in Einklang mit anderen europäischen Ländern, die Kleingeld bereits abgeschafft haben. Die Bundesbank wird den Plan nun weiter diskutieren und prüfen, ob er eingeführt wird.

Quelle