24 March 2026, 02:19

Willichs umstrittenes Wohnprojekt Moltkedorf: 200 Wohnungen gegen Bürgerproteste

Eine große Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang, hält Protestschilder und Banner in den Händen, mit Topfpflanzen auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Willichs umstrittenes Wohnprojekt Moltkedorf: 200 Wohnungen gegen Bürgerproteste

Willich treibt ein großes Wohnbauprojekt auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf voran. Die Stadt will damit dringenden Wohnraum schaffen – insgesamt 200 neue Wohneinheiten, darunter Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Wohnungen. Doch Anwohner erheben massive Vorbehalte gegen die aktuellen Pläne und verweisen auf zu hohe Bebauungsdichte, Verkehrsprobleme und den Verlust von Grünflächen.

Das Vorhaben ist zudem Teil weiterreichender städtischer Planungen, etwa neuer Rad- und Fußwege, die die Kruse-Straße mit An Liffersmühle verbinden sollen, sowie der Schließung der Flüchtlingsunterkunft im Moltkedorf bis Jahresende.

Die erste Entwurfsplanung für das Moltkedorf sieht eine hoffartige Bebauung mit Innenhöfen und Grünflächen vor, kombiniert mit verschiedenen Wohnformen. Der Zugang erfolgt über die Moltke-Straße, wobei ein einseitig geführtes Ringsystem alle Gebäude erschließen soll. Für Parkplätze sind Flächen im Freien, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage vorgesehen.

Die Anwohner kritisieren jedoch, dass die Bebauung zu dicht sei – insbesondere viergeschossige Häuser, die über benachbarte Kleingartenanlagen ragen würden. Viele haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die bereits über 70 Unterschriften trägt, und protestieren gegen den Mangel an Grünflächen sowie die optische Beeinträchtigung durch hohe Wohnblöcke. Sie betonen, dass Bäume und Freiflächen essenziell seien, um Temperaturen zu regulieren, Regenwasser aufzunehmen und die Artenvielfalt zu fördern – Aspekte, die ihrer Meinung nach in der Stadtplanung Vorrang haben sollten.

Weitere Bedenken gelten dem erhöhten Verkehrsaufkommen, begrenzten Parkmöglichkeiten und möglichen Verzögerungen für Rettungsfahrzeuge. Besonders bedroht ist ein Grünstreifen an der Moltkestraße 31–35, der als ökologischer Korridor und natürliche Barriere dient. Die Anwohner fürchten um diesen Lebensraum sowie um negative Folgen für die Luftzirkulation, die Klimaresilienz und den Hochwasserschutz bei Starkregen.

Trotz des Widerstands setzt die Stadt das Projekt um und versucht, den Wohnraumbedarf mit ökologischen und verkehrstechnischen Herausforderungen in Einklang zu bringen.

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Das Moltkedorf-Projekt bleibt umstritten: Die Anwohner fordern Nachbesserungen, um Grünflächen zu erhalten und den Verkehrsdruck zu verringern. Die endgültigen Entscheidungen der Stadt werden sowohl die Wohnraumsituation als auch das lokale Umfeld prägen.

Wird das Vorhaben wie geplant umgesetzt, entstehen in Willich 200 neue Wohnungen, während die Flüchtlingsunterkunft bis Jahresende schließt. Gleichzeitig wird sich zeigen, ob der Grünstreifen und andere ökologische Elemente erhalten bleiben.

Quelle