01 May 2026, 08:23

Willichs Eltern kämpfen gegen steigende Kita-Gebühren und Personalmangel

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien hunderte Dollar monatlich kosten k├änen.

Willichs Eltern kämpfen gegen steigende Kita-Gebühren und Personalmangel

In Willich eskaliert die Debatte über die Kosten für Kinderbetreuung, während die Stadt mit einem angespannten Haushalt kämpft. Die Verwaltung erwägt nun neue Gebühren für Eltern, doch die betroffenen Familien wehren sich gegen die geplanten Änderungen. Die Situation hat sich zugespitzt, nachdem kürzlich Kitas geschlossen und langjährige Personalengpässe noch spürbarer wurden.

Der finanzielle Druck zwingt die Stadt zu einer Überprüfung der Elternbeiträge. Der Haupt- und Finanzausschuss hat eine Aktualisierung der Gebührenordnung bis zum 28. April angeordnet, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Zwei zentrale Vorschläge liegen auf dem Tisch: die Abschaffung von Geschwisterermäßigungen, die 500.000 Euro einbringen soll, sowie eine Deckelung der Gebührenerhöhungen bei drei Prozent für weitere 100.000 Euro.

Die CDU schlägt vor, für Kita, Hort und Tagespflege eine 50-prozentige Geschwistergebühr einzuführen – ein Modell, das bereits in Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen angewendet wird. Die SPD-Fraktion hingegen plädiert dafür, stattdessen nicht zwingend notwendige Ausgaben zu kürzen, und schlägt Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro vor, um Familien nicht zusätzlich zu belasten.

Eltern haben mit einer Petition gegen die Gebührenerhöhungen und den Wegfall der Geschwisterrabatte protestiert. Ihre Verärgerung wächst angesichts jahrelanger Unterbesetzung in den Betreuungseinrichtungen, die sich durch Schließungen wie die der Einrichtung Alperhof weiter verschärft hat. Trotz anhaltender Kritik gab es bisher keine nennenswerten Verbesserungen.

Nun muss die Stadt abwägen zwischen Haushaltskonsolidierung und den Sorgen der Eltern, die bereits mit Personalmangel und Schließungen zu kämpfen haben. Eventuelle Gebührenänderungen treten erst nach der Überprüfung am 28. April in Kraft – bis dahin bleibt für die Familien die Unsicherheit. Die Entscheidung wird zeigen, ob Willich dem Beispiel benachbarter Kommunen folgt und die Kinderbetreuung weiter verteuert.

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