01 May 2026, 04:21

Willich beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch Eltern protestieren gegen Kita-Gebühren

Schwarz-weiß-Stadtplan mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt"

Willich beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch Eltern protestieren gegen Kita-Gebühren

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – einstimmig und in weniger als zwei Stunden. Der Beschluss folgte auf wochenlange Debatten über Kinderbetreuungskosten, Wohnungsbaupolitik und die von der SPD vorgeschlagenen Kürzungen.

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Der Haushalt tritt im Juli rechtlich in Kraft, doch einige Maßnahmen – insbesondere die Gebühren für Kitas – haben bei Eltern für Unmut gesorgt. Vor der Abstimmung legte die SPD detaillierte Sparpläne vor, die sich auf nicht essenzielle Ausgaben und freiwillige Leistungen konzentrierten. Trotz der Kürzungen betonte die Partei, dass Familien keine zusätzliche finanzielle Belastung tragen sollten. Zu ihren Vorschlägen gehörte auch die Unterstützung des Bauturbo-Programms, um den Bau bezahlbaren Wohnraums zu beschleunigen. Gleichzeitig kritisierte sie die Streichung der Subventionen für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende.

Während der Beratungen blockierte der Jugendwohlfahrtsausschuss zwei zentrale Vorhaben: die Einführung von Geschwistergebühren für den Kindergarten sowie eine höhere jährliche Kostenanpassung in der Kinderbetreuung. Dennoch beschloss der Rat später, die jährliche Gebührenanpassung in Kitas dauerhaft von zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Eltern hatten bereits im Vorfeld Bedenken geäußert, dass die steigenden Kosten sie weiter unter Druck setzen würden.

Die Grünen stimmten dem Haushalt zu, warnten jedoch vor der prekären Finanzlage der Stadt. Sie forderten langfristige Lösungen, um die Einnahmen zu stabilisieren. Die bestehende Befreiung von Geschwistergebühren im Kindergarten blieb unterdessen unverändert.

Alle Fraktionen hielten sich strikt an eine Redezeitbegrenzung von fünf Minuten, was die Sitzung kurz und effizient gestaltete. Die finale Abstimmung verlief ohne Gegenstimmen; sowohl SPD als auch Grüne betonten die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Haushaltsführung in den kommenden Jahren.

Der Haushalt 2026 wird nun umgesetzt – mit der neuen Regelung zur Gebührenanpassung in Kitas als eine der ersten Maßnahmen. Die bezahlbaren Wohnungsbauprojekte im Rahmen des Bauturbo-Programms gehen voran, doch Studierende verlieren den Zugang zu ermäßigten Deutschlandticket-Tarifen. Die nächste Herausforderung für den Rat wird sein, Kostendämpfung und den wachsenden Bedarf an öffentlichen Leistungen in Einklang zu bringen.

Quelle