21 June 2026, 02:18

Wie Österreichs Humor und radikale Freundlichkeit Alltagsärger besiegen

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

Wie Österreichs Humor und radikale Freundlichkeit Alltagsärger besiegen

Ein neues Buch erkundet, wie Österreicher Alltagsärger mit Humor und Freundlichkeit meistern

Die Autorin schlägt vor, auf kleine Nervereien mit liebevollen Gesten zu reagieren – etwa durch spielerische Aktionen oder charmante Bezeichnungen für die lästigen Momente des Lebens.

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In Österreich gilt Schimpfen fast als Kraftquelle oder gar als eine Art Yoga. Das Land kennt zudem über 50 Wörter für „Idiot“, darunter Dodel, Wappler, Vollkoffer, Gfrast, Häusl oder Nudelaug. Zum Vergleich: Isländer haben bekanntlich über 50 Begriffe für Schnee.

Die Autorin präsentiert skurrile Strategien gegen den Alltagsfrust: Eigene Fehler erklärt sie künftig mit dem Hinweis, eine „kognitive Minimalistin“ zu sein. Ein lauter Telefonierer im Zug erhält vielleicht eine Hustenpastille, ein Parkplatzklauer Dank für die zusätzlichen Schritte in ihrer Fitness-App. Langsame Fahrer auf der Südautobahn gelten fortan als Energielieferanten, und selbst in der überfüllten Bäckereischlange könnte eine kostenlose Akupressur-Massage warten.

Der Buchtitel Radikale Freundlichkeit sorgt für Diskussionen – manche fordern sogar ein Verbot in Österreich. Doch im Kern geht es der Autorin darum, Ärger mit Gelassenheit und Humor zu begegnen. Ihre Ideen verwandeln Alltagsstress in Momente der Verbundenheit oder des Lächerns. Ein erfrischender Ansatz, um den kleinen Widrigkeiten des Lebens mit Leichtigkeit zu trotzen.

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