Wie Landwirte ihre Erträge trotz Dürre und Trockenheit sichern können
Valeria TrubWie Landwirte ihre Erträge trotz Dürre und Trockenheit sichern können
Dürre wird für Landwirte zunehmend zum Problem – besonders im Frühling und Frühsommer. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch mehrere praktische Maßnahmen auf, mit denen Nutzpflanzen auch bei weniger Wasser überleben und gleichzeitig stabile Erträge liefern können.
Die Bodengesundheit spielt eine zentrale Rolle für die Trockenheitsresistenz. Ein hoher Humusanteil hilft, Feuchtigkeit zu speichern, und verringert so den Stress für die Pflanzen. Zudem verbessert eine Bodenbearbeitung kurz vor der Aussaat die Wasserverfügbarkeit – vor allem in Kombination mit präziser Sätechnik.
Auch die Wahl der richtigen Kulturen und Sorten macht einen Unterschied. Frühreifende Sorten kommen in trockenen Jahren besser zurecht, bringen aber in feuchten Bedingungen oft geringere Erträge. Ertragsstabile Sorten hingegen liefern gleichbleibende Ergebnisse – selbst auf trockeneren oder schwächeren Böden und an verschiedenen Standorten. Winterroggen hat sich in Gebieten mit Frühsommertrockenheit bewährt und ersetzt dort oft Ausfallgetreide wie freiwillig aufgegangenen Weizen.
Düngung und Unkrautbekämpfung erfordern das richtige Timing und die passende Methode. Eine frühzeitige, gezielte Düngestrategie sowie hochwertige Gaben bis zum Entwicklungsstadium EC37/39 stärken die Pflanzen unter Stress. Blattaktive Herbizide und mechanische Unkrautregulierung helfen zudem, Beikräuter zu kontrollieren, ohne mit den Kulturen um Wasser zu konkurrieren.
Eine diversifizierte Fruchtfolge verringert das Risiko weiter. Pflanzen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfen entlasten die Bodenfeuchte, da sich der Wasserbedarf besser verteilt. So lässt sich vermeiden, dass alles von einem einzigen Bewässerungsplan abhängt.
Landwirte, die häufiger mit Dürreperioden konfrontiert sind, haben heute verschiedene Werkzeuge zur Anpassung. Durch optimierte Bodenbearbeitung, klug gewählte Kulturen und angepasste Düngezeiten lässt sich die Resilienz steigern. Ziel dieser Methoden ist es, die Erträge zu stabilisieren – selbst wenn Trockenphasen immer häufiger auftreten.






