19 March 2026, 14:27

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Text und strukturellen Plänen auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größtes Wohnimmobilienunternehmen, meldet für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum. Das Unternehmen erhöhte die Mieten, baute seine Bauaktivitäten aus und steigerte die Gewinne – gleichzeitig plant es, seine Schulden schneller als erwartet abzubauen. Mieterverbände kritisieren jedoch die scharfen Mietpreiserhöhungen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro, angetrieben durch höhere Mieten, Zusatzdienstleistungen und Immobilienverkäufe. Die Aktionäre erhalten eine Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie.

Vonovia besitzt derzeit rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Gesamtportfolio im Wert von 84,4 Milliarden Euro. 2025 vollendete das Unternehmen 2.090 Neubauten, während es 2.333 bestehende Wohnungen veräußerte. Geplant ist, jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Wohnungen zu verkaufen, um die Schuldenreduzierung zu beschleunigen.

Der Wohnungsbau bleibt ein zentrales Anliegen: Aktuell entstehen 4.200 neue Wohnungen, langfristig strebt das Unternehmen über 65.000 zusätzliche Wohneinheiten an. Trotz dieser Expansion wirft der Deutsche Mieterbund Vonovia "drastische Mietsteigerungen" vor. Die durchschnittliche Kaltmiete stieg 2025 um 4,6 % auf 8,38 Euro pro Quadratmeter.

Mit Hauptsitz in Bochum beschäftigte das Unternehmen Ende des Jahres 12.700 Mitarbeiter.

Die Finanzzahlen von Vonovia zeigen steigende Gewinne und ein wachsendes Immobilienportfolio. Das Unternehmen treibt den Neubau voran und stößt gleichzeitig Wohnungen ab, um die Schuldenlast zu verringern. Mietervertreter äußern jedoch weiterhin Bedenken wegen der steigenden Mieten und fordern stärkere Schutzmaßnahmen.

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