04 April 2026, 20:17

Vater-Sohn-Duo nutzt Duschabwasser, um Häuser nachhaltig zu heizen

Ein detailliertes Bild eines zylindrischen Wassererwärmers (Boiler) mit Rohren und Ventilen, zentral in einem Haus gelegen und von einer Wand umgeben.

Vater-Sohn-Duo nutzt Duschabwasser, um Häuser nachhaltig zu heizen

Ein ehemaliger Mercedes-Benz-Ingenieur hat ein Start-up gegründet, um Energieverschwendung in Haushalten zu reduzieren. Steffen Nittbaur, 60, gründete gemeinsam mit seinem 24-jährigen Sohn Valentin die Unocconi GmbH in Filderstadt. Ihr Unternehmen gewinnt Wärme aus Abwasser von Duschen zurück – eine Methode, die in Deutschland noch selten ist, aber zunehmend nachgefragt wird.

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Nittbaur arbeitete über 25 Jahre als Industrieingenieur bei Mercedes-Benz, bevor er sich neu orientierte. Parallel absolvierte er ein Fernstudium der Umweltwissenschaften und schloss mit einem Master ab. Seine Abschlussarbeit beschäftigte sich mit der Wärmerückgewinnung aus Duschwasser – einer Technologie, die die Abwärme aus Abwasser nutzt, um kaltes Frischwasser vorzuwärmen.

Dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschen zählt zu den effizientesten Energiesparmaßnahmen für Gebäude. Dennoch hinkt Deutschland im europäischen Vergleich hinterher. Länder wie die Schweiz, die Niederlande, Großbritannien und Belgien haben bereits über 120.000 solcher Systeme installiert. Regulatorische Hürden haben die Verbreitung in Deutschland gebremst – trotz steigender Energiekosten und strengerer EU-Emissionsvorgaben.

Seit 2023 werden Unocconis Anlagen in deutschen Gebäuden eingebaut, vor allem in Neubauten und bei Sanierungen. Vorreiter sind Projekte in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die Technologie bietet eine praktische Lösung, um den Energieverbrauch in Haushalten zu senken. Angesichts weiter steigender Energiepreise und verschärfter Klimavorschriften dürfte die Nachfrage nach solchen Systemen künftig wachsen. Unocconis Anlagen werden derzeit in verschiedenen Praxisprojekten in ganz Deutschland getestet.

Quelle