29 April 2026, 14:22

Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke wie im Zeitraffer

Detaillierter Konstruktionsplan einer Brücke mit beschrifteten Bauteilen wie Balken und Seilen aus einem Buch.

Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke wie im Zeitraffer

Strabag, Deutschlands größtes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro kletterte. Auch der Auftragsbestand wuchs auf 28,4 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Erfolg des Konzerns fällt zusammen mit großen Infrastrukturprojekten, darunter ein bemerkenswertes ingenieurtechnisches Meisterstück: die Verschiebung der A45-Talbrücke in Rinsdorf. Strabag setzte ein 40.000 Tonnen schweres, 485,5 Meter langes Brückensegment – inklusive Pfeiler und Fundamente – um 20 Meter, ohne es abzubauen. Dieses Projekt unterstreicht die technische Expertise des Unternehmens bei Großprojekten.

Strabag ist sowohl in Österreich als auch in Deutschland führend und hält dort Marktanteile von fünf beziehungsweise zwei Prozent. Das Unternehmen verfolgt das Prinzip der "tausend Füße", um Risiken zu streuen: Durch regionale Verbreitung der Aktivitäten reduziert es Abhängigkeiten von einzelnen Märkten oder politischen Rahmenbedingungen. Zudem investiert Strabag jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, um innovativ zu bleiben.

Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betonte die Bedeutung von Infrastruktur als "Lebensader jeder modernen Wirtschaft" und "Motor der wirtschaftlichen Entwicklung". Jeder in Infrastruktur investierte Euro entfalte demnach multiplikative Effekte – durch Arbeitsplätze und gestärkte regionale Wettbewerbsfähigkeit. Die österreichische Bundesregierung plant für 2025 Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro (rund zwei Prozent des BIP), was Kratochwills Einschätzung entspricht.

Aktuell verhandelt Strabag über die Übernahme von Vamed-KMB, einem Spezialisten für Krankenhausmanagement und technische Betriebsführung, unter anderem für das Wiener AKH und dessen Bauprojekte. Der Deal würde das Engagement des Konzerns im Bereich Gesundheitsinfrastruktur ausbauen.

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Mit steigenden Umsätzen, einem wachsenden Auftragsbestand und strategischen Investitionen festigt Strabag seine Position in der europäischen Bauwirtschaft. Durch Innovation, Diversifizierung und Großprojekte ist das Unternehmen auf weiteren Wachstumskurs. Die mögliche Übernahme von Vamed-KMB könnte zudem seinen Einfluss im Gesundheitssektor stärken.

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