Spektakuläre Rettungsaktion: 45-Kilo-Kugel droht von Bochumer Kirchturm zu stürzen
Valeria TrubSpektakuläre Rettungsaktion: 45-Kilo-Kugel droht von Bochumer Kirchturm zu stürzen
Risikoreiche Bergung in Bochum-Ehrenfeld: Feuerwehreinsatz befreit Metallkugel von Kirchturmspitze
Eine heikle Aktion hat sich am Montag in Bochum-Ehrenfeld abgespielt: Fast acht Stunden lang waren Feuerwehrkräfte damit beschäftigt, eine gefährliche Metallkugel von der Spitze eines Kirchturms zu bergen. Das 45 Kilogramm schwere Objekt, das in 54 Metern Höhe auf der Melanchthon-Kirche thronte, drohte bei stürmischem Wetter herabzustürzen und hatte bereits mehrfach zu Sperrungen der Ausfahrtsfahrbahnen der Königsallee geführt.
Auslöser des Einsatzes waren starke Winde, die die 70 Zentimeter breite Kugel von der Turmspitze zu lösen drohten. Da weder Standard-Drehleitern noch Kräne die notwendige Höhe erreichten, musste ein 72 Meter langer Teleskopmast eines Essener Spezialunternehmens angefordert werden.
Rund 20 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum-Innenstadt sowie der örtlichen Freiwilligenwehr waren im Einsatz. Sie sicherten die Kugel zunächst vorsichtig mit einem Netz, bevor sie diese von der Dachkonstruktion lösten. Anschließend wurde das Objekt kontrolliert zu Boden gelassen – ohne Schäden oder Verletzungen zu verursachen.
Scheiterte der Einsatz, hätte die Königsallee laut Behörden langfristig in beide Richtungen vollständig gesperrt werden müssen. Die erfolgreiche Bergung verhinderte nun größere Verkehrsbehinderungen in der Region.
Nach acht Stunden endete der aufwendige Rettungseinsatz ohne gemeldete Verletzungen. Die Fahrbahnen der Königsallee konnten nach der sicheren Bergung der Kugel wieder freigegeben werden. Die Aktion unterstrich einmal mehr die Herausforderungen, die Einsätze in extremen Höhen im städtischen Raum mit sich bringen.






