Solingen ehrt ermordeten Journalisten Max Leven mit neuem Erinnerungszentrum
Vito NeureutherSolingen ehrt ermordeten Journalisten Max Leven mit neuem Erinnerungszentrum
Neues Zentrum zu Ehren des jüdischen Journalisten Max Leven in Solingen eröffnet
In Solingen hat ein neues Zentrum seine Türen geöffnet, das an den jüdischen Journalisten Max Leven erinnert. Das Max-Leven-Zentrum, in seinem ehemaligen Wohnhaus untergebracht, dient als Ort der Erinnerung, der Bildung und der öffentlichen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Die offizielle Eröffnung fand am Dienstag, dem 1. November 2022, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Tim Kurzbach statt.
Im Mittelpunkt des Zentrums steht das Leben von Max Leven, der 1882 in Thionville (Diedenhofen) geboren wurde und sich 1916 in Solingen niederließ. Am 10. November 1938, während der Novemberpogrome, wurde er von Nationalsozialisten in seinem eigenen Zuhause ermordet. Die Dauerausstellung würdigt zudem weitere lokale Persönlichkeiten wie Änne Wagner und untersucht, wie der Nationalsozialismus den Alltag in der Stadt prägte.
Über die historische Aufarbeitung hinaus will das Zentrum politische Bildung und gesellschaftlichen Dialog fördern. Unterstützung und Finanzierung kamen von mehreren Institutionen, darunter die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und die Stadtsparkasse Solingen. Oberbürgermeister Kurzbach bezeichnete das Zentrum als einen Raum für aktiven Austausch und Reflexion.
Erstmals öffnet das Max-Leven-Zentrum am Sonntag, dem 2. November 2022, von 11:00 bis 17:00 Uhr für Besucherinnen und Besucher.
Die Eröffnung des Zentrums schafft eine neue Möglichkeit, sich mit der Geschichte Solingens während der NS-Diktatur auseinanderzusetzen. Es wird Bildungsprogramme und öffentliche Diskussionen über Verfolgung, Widerstand und deren langfristige Folgen anbieten. Die Einrichtung ist ab dem 2. November regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich.






