06 May 2026, 14:40

"Scientology Speedrun": Warum dieser TikTok-Trend jetzt deutsche Behörden alarmiert

Aufsteigen im Sektenhaus

"Scientology Speedrun": Warum dieser TikTok-Trend jetzt deutsche Behörden alarmiert

Gefährlicher TikTok-Trend: „Scientology Speedrun“ erreicht Deutschland

Ein riskanter TikTok-Trend mit dem Namen „Scientology Speedrun“ hat nun auch Deutschland erreicht. Teilnehmer stürmen Scientology-Zentren, behandeln die Stockwerke wie Spiellevel und weichen Sicherheitskräften aus, als wären sie Hindernisse. Die Challenge, die ursprünglich in den USA begann, hat inzwischen in Berlin zu Polizeieinsätzen geführt, nachdem eine Gruppe ein lokales Zentrum in Charlottenburg ins Visier genommen hatte.

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Der Trend gewann erstmals an Fahrt, als die Berliner Bloggerin @larahertha einen Einbruch in das Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee organisierte. Die Polizei rückte zwar an, doch das Geschehen war zu diesem Zeitpunkt bereits weitläufig in den sozialen Medien geteilt worden. In den Kommentaren diskutierten Zuschauer bereits über ihr nächstes Ziel: den Bundestag.

In Deutschland gelten solche Aktionen als Hausfriedensbruch und können mit Geldstrafen oder sogar Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet werden. US-amerikanische Scientology-Einrichtungen haben bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft, nachdem es dort zu ähnlichen Vorfällen gekommen war. Die Organisation, die in Deutschland etwa 3.600 Mitglieder zählt, verfolgt das Ziel, ihre Lehren zu verbreiten und sogenannte „Clears“ zu schaffen – Menschen, die durch ihre Methoden angeblich zur Vollkommenheit gelangen.

Die Regeln der Challenge sind simpel: So weit wie möglich in das Gebäude vordringen, bevor man gestoppt wird. Sicherheitskräfte fungieren dabei als nicht spielbare Charaktere, während jedes Stockwerk ein neues Level darstellt, das es zu überwinden gilt.

Der „Scientology Speedrun“ hat sich mittlerweile von den USA nach Deutschland ausgebreitet und sorgt für Polizeieinsätze sowie rechtliche Warnungen. Da Teilnehmer offen weitere Einbrüche planen, könnten die Behörden in den kommenden Wochen mit weiteren Vorfällen konfrontiert werden. Die Gesetze zum Hausfriedensbruch bleiben bestehen – Täter müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Quelle