S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich bis 2028
Valeria TrubS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich bis 2028
Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln verzögert sich weiter – Fertigstellung nun für 2028 geplant
Der Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln erlebt weitere Verzögerungen, sodass sich die geplante Fertigstellung auf das Jahr 2028 verschiebt. Ursprünglich für 2025 vorgesehen, sieht sich das Projekt nun mit steigenden Kosten, unerwarteten Bodenverhältnissen und Lieferkettenproblemen konfrontiert, die mit dem Ukraine-Krieg in Verbindung stehen. Trotz der Rückschläge liegt jedoch die Planfeststellung vor, sodass Ausschreibungen für die Bauarbeiten nun vorangetrieben werden können.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben bestätigt, dass der zweite Gleisabschnitt der S11 deutlich teurer wird als zunächst veranschlagt. Das Gesamtbudget beläuft sich mittlerweile auf 836 Millionen Euro, wobei 531 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 305 Millionen Euro vom Land NRW stammen. Als Hauptgründe für die Verzögerung nennen Verantwortliche unvorhergesehene Bodenverhältnisse, gestiegene Materialkosten sowie die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die Bauwirtschaft.
Laut Ragnar Migenda, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Bergisch Gladbach, sollen die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2030 beginnen. Allerdings bleibt das angestrebte Fertigstellungsdatum Anfang 2032 unsicher, da es zu Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten kommen könnte. Die erste größere Sperrung für den Ausbau findet vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 statt, um den Bau eines neuen digitalen Stellwerks in Mülheim vorzubereiten.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die modernisierte S11 einen 10-Minuten-Takt bieten, der in den Stoßzeiten fast verdoppelt wird – dann alle fünf Minuten. Zudem umfasst das Projekt ein zweites Gleis, erweitere Bahnhöfe mit besserer Barrierefreiheit sowie neue Mittelbahnsteige. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer betonte, dass bis zu diesem Sommer alle notwendigen Baugenehmigungen vorliegen sollten.
Pendler müssen sich auf jahrelange Einschränkungen einstellen: Zwischen 2026 und 2032 sind mehrere Streckensperrungen geplant. Nach Erhalt der Planfeststellung kann die DB InfraGO nun Ausschreibungen starten und Gleissperrungen anmelden.
Langfristig wird der Ausbau der S11 schnellere und häufigere Verbindungen zwischen Bergisch Gladbach und Köln ermöglichen. Doch bis dahin müssen Fahrgäste mit längeren Beeinträchtigungen im kommenden Jahrzehnt rechnen. Der endgültige Zeitplan und das Budget hängen davon ab, wie sich die anhaltenden Baustellenherausforderungen lösen lassen und ob weitere Finanzmittel gesichert werden können.






