11 April 2026, 04:16

Recklinghausen gedenkt der 25.000 NS-Opfer aus Riga mit bewegender Zeremonie

Kleines weißes Holocaust-Gedenkmal auf einem Rasenfriedhof umgeben von einem Zaun und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel in Vilnius, Litauen.

Recklinghausen gedenkt der 25.000 NS-Opfer aus Riga mit bewegender Zeremonie

Gedenkveranstaltung des Deutschen Riga-Komitees in Recklinghausen

Am Sonntag, dem 2. November, fand die jährliche Gedenkfeier des Deutschen Riga-Komitees auf dem Jüdischen Friedhof in Recklinghausen statt. Die Veranstaltung erinnerte an die mehr als 25.000 Jüdinnen und Juden, die während der NS-Zeit nach Riga deportiert und größtenteils im Wald von Bikernieki ermordet wurden. In diesem Jahr umfasste die Zeremonie Reden lokaler Verantwortungsträger sowie des Sohnes eines Opfers aus Marl.

Wie jedes Jahr folgte die Gedenkfeier dem Traditionstermin am ersten Sonntag im November. Zu den Rednern zählten Bodo Klimpel, Landrat des Kreises Recklinghausen, und Mark Rosendahl, Bezirksleiter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Klimpel rief die Anwesenden dazu auf, zu "sekundären Zeugen – gegen das Vergessen und gegen jede Form von Antisemitismus" zu werden.

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Auch Thomas Terhorst, der neu gewählte Bürgermeister von Marl, richtete sich an die Versammelten. Er gedachte der rund 3.000 jüdischen Männer, Frauen und Kinder aus dem Raum Recklinghausen, die deportiert und ermordet wurden. "Das Schicksal dieser Opfer verpflichtet uns, Verantwortung zu übernehmen und ihr Andenken wachzuhalten", betonte er.

Die Stadt Marl ist seit 2010 Mitglied im Deutschen Riga-Komitee. Besonders bewegend war die diesjährige Veranstaltung für eine Familie: Der Sohn von Rolf Abrahamsohn, einem Opfer aus Marl, nahm an der Gedenkfeier teil.

Die Veranstaltung unterstrich das anhaltende Engagement, die Opfer des Holocaust nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Lokale Vertreter bekräftigten ihre Verantwortung, die Geschichten der Ermordeten zu bewahren und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Die Feier auf dem Jüdischen Friedhof diente als mahnende Erinnerung an die Gräueltaten der NS-Zeit.

Quelle