30 April 2026, 08:19

Operetten-Nachwuchs glänzt beim 10. internationalen Wettbewerb – doch der Grand Prix bleibt leer

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und Logo auf der Seite.

Operetten-Nachwuchs glänzt beim 10. internationalen Wettbewerb – doch der Grand Prix bleibt leer

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller endet mit Rekordzahl an Preisen – doch ohne Grand Prix

Der 10. Internationale Wettbewerb für Nachwuchskünstler aus Operette und Musical ging mit einer Rekordzahl an Auszeichnungen zu Ende – allerdings ohne die Vergabe eines Grand Prix. Über 100 Bewerber aus Russland, Belarus und Usbekistan nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. In diesem Jahr zeigte sich zudem ein überraschender Trend: Zum ersten Mal seit Jahren überflügelte die Operette das Musical an Teilnehmerzahlen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mehr als 100 Talente aus verschiedenen russischen Städten sowie aus Minsk und Taschkent hatten sich für den Wettbewerb beworben. Die Jury vergab eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Preisen, darunter Sonderauszeichnungen, benannte Ehrungen und den von früheren Gewinnern vergebenen Preis für das "Erfolgreiche Debüt".

Mit 56 Einsendungen lag die Operette knapp vor dem Musical (50 Beiträge) – ein Novum in der Geschichte des Wettbewerbs. Maxim Isakowitsch, ein erfahrener Teilnehmer, verwies darauf, dass das Musical in den letzten Jahren dominiert habe, was diese Entwicklung umso bemerkenswerter mache.

Besonders stark präsentierten sich Studierende klassischer Musikhochschulen, darunter ein herausragender Absolvent eines Konservatoriums. Boris Nodelman, künstlerischer Leiter des Musikalisch-Dramatischen Theaters Jekaterinburg, lobte ihre Darbietungen von Arien von Donizetti, Rossini und Mozart. Er begrüßte den wachsenden Anteil konservatoriumsgebildeter Sänger im Wettbewerb.

Jurymitglied und Regisseur Georgi Isakjan betonte die Notwendigkeit, die Operette als klassische Gattung weiterzuentwickeln. Er unterstrich, wie wichtig es sei, dass Künstler eine frische, ansprechende Sprache finden, um das Publikum zu erreichen. Isakjan sprach zudem über "schauspielerische Adaptionen", bei denen Darsteller regieeigene Akzente setzen, um ihren Rollen Kreativität und Unmittelbarkeit zu verleihen.

Der Wettbewerb endete ohne die Vergabe eines Grand Prix – ein seltener Fall, da dieser Preis bisher erst einmal verliehen wurde. Der Anstieg der Operettenbeiträge und der Erfolg konservatoriumsausgebildeter Sänger markierten die zentralen Trends. Die Veranstalter und Jurymitglieder wollen diese Entwicklungen nun nutzen, um die Zukunft des Genres zu gestalten.

Quelle