21 June 2026, 02:18

NRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugverspätungen und marode Gleise

Kooperationsvereinbarung zwischen NRW und Bahn unterzeichnet

NRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugverspätungen und marode Gleise

Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um das Schienennetz der Region zu verbessern. Der Zustand der Infrastruktur im Land ist derzeit schlechter als in den meisten anderen Bundesländern – dringend sind Modernisierungen und Ausbaumaßnahmen nötig. Beide Seiten wollen die Zuverlässigkeit steigern und langjährige Probleme lösen, die Fahrgäste belasten.

Im vergangenen Jahr litten die Bahnverbindungen in NRW unter massiven Verspätungen und Ausfällen. Jeder vierte Zug kam zu spät, jeder sechste fiel komplett aus. Ursachen waren Personalmangel, überlastete Strecken und veraltete Infrastruktur.

Um diese Missstände zu beheben, haben Bahn und Landesregierung einen Kooperationsplan vorgelegt. Priorität hat die Modernisierung zentraler Strecken – ab Februar 2023 beginnen die Arbeiten auf der Achse Köln–Wuppertal–Hagen. Weitere Großprojekte umfassen die Aufwertung der Strecken Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln.

Doch es geht nicht nur um Gleisausbau: Beide Partner verfolgen ehrgeizige Ziele, darunter den Bau eines modernen Bahnhofs und die Einrichtung einer Direktverbindung von Köln nach London. Die Partnerschaft soll für Fahrgäste im gesamten Land pünktlichere und zuverlässigere Verbindungen schaffen.

Der jetzt geschlossene Vertrag markiert den Start umfangreicher Bau- und Modernisierungsvorhaben. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Verspätungen und Ausfälle zu reduzieren – und so die Reise für Zehntausende Pendler zu verbessern. Die ersten Baustellen werden Anfang nächsten Jahres eröffnet, mit Fokus auf die meistfrequentierten und problematischsten Strecken NRWs.

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