NRW-Polizei setzt auf Tasern – Studien bestätigen breite Zustimmung unter Beamten
Valeria TrubBericht: Polizei sieht Taser-Einsatz positiv - NRW-Polizei setzt auf Tasern – Studien bestätigen breite Zustimmung unter Beamten
Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben der Nutzung von Elektroschockpistolen – sogenannten Tasern – in ihrem Berufsalltag deutlich zugestimmt. Zwei unabhängige Studien, die im Auftrag der Landesregierung durchgeführt wurden, befragten fast 4.000 Beamte zu ihren Erfahrungen mit den Geräten. Die Ergebnisse zeigen eine breite Zustimmung, auch wenn sich vereinzelt Bedenken hinsichtlich des Einsatzes abzeichnen.
Die Untersuchungen waren nach der Entscheidung der schwarz-grünen Koalition in Auftrag gegeben worden, die Testphase für Tasern im Land zu verlängern. Bisher setzen nur 18 der 47 Polizeibehörden in NRW die Elektroschockpistolen ein. Die befragten Beamten berichteten, dass die Geräte dabei helfen, angespannte Situationen zu entschärfen, und betrachten sie vielfach als wertvolles Werkzeug im täglichen Dienst.
Eine Studie der Polizeihochschule kam zu dem Schluss, dass die Mehrheit der Einsatzkräfte Tasern als zuverlässig und wirksam ansieht. Gleichzeitig wurde jedoch festgestellt, dass es Fälle gab, in denen die Geräte zu früh gezogen wurden – noch bevor die rechtliche Schwelle für den Waffeneinsatz erreicht war. Eine separate, in Berlin durchgeführte Untersuchung bezeichnete Elektroschockwaffen (CEWs) hingegen als "technisch zuverlässige Instrumente" für die Polizeiarbeit.
Medizinische Gutachten, die in die Berichte einflossen, stuften Tasern als "sinnvolle Ergänzung" der Polizeiausrüstung ein. Die Studien lieferten jedoch keine detaillierte Aufschlüsselung des Taser-Einsatzes nach bestimmten Regionen oder Städten in NRW, sodass einige Fragen zur lokalen Verteilung offenbleiben.
Die Ergebnisse bestätigen, dass die NRW-Polizei den Einsatz von Tasern weitgehend befürwortet und deren Fähigkeit lobt, Konflikte zu reduzieren. Die Koalitionsregierung wird die Erkenntnisse nun prüfen, um über die Zukunft der Geräte zu entscheiden. Da bisher nur ein Drittel der Behörden sie nutzt, könnte eine weitere Ausweitung davon abhängen, wie die in den Berichten geäußerten Bedenken angegangen werden.






