08 May 2026, 16:15

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – ein historischer Vorstoß

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, das den Text "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten zeigt.

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – ein historischer Vorstoß

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen ein. Derzeit bringen in Deutschland jährlich rund 27.000 Selbstständige Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte. Ein neuer Vorschlag der Westdeutschen Handwerkskammer (WHKT) soll dies ändern und stützt sich dabei auf eine aktuelle Machbarkeitsstudie.

Die Westdeutsche Handwerkskammer hat konkrete Pläne vorgelegt, um den Mutterschutz auf selbstständige Frauen auszuweiten. Ihr Modell sieht eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatz während der Schutzfrist vor. Die Ergebnisse der zugrundeliegenden Machbarkeitsstudie werden im Juli offiziell präsentiert.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe. Ihre Äußerungen fielen während einer Diskussionsveranstaltung in Berlin, die vom Wirtschaftsministerium organisiert wurde. An der Runde nahmen Politiker, Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Akteure teil, um über die Umsetzung der Pläne zu beraten.

Nordrhein-Westfalen treibt die Initiative voran: Das Land hat eine Bundesratsinitiative gestartet und ein breites Bündnis für die Sache geschmiedet. Die Bemühungen machen die Schutzlücke für Selbstständige deutlich, die derzeit weder während der Schwangerschaft noch nach der Geburt gesetzlich abgesichert sind.

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Die Vorschläge werden nach der Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Juli weiter beraten. Bei einer Umsetzung würden sie tausenden selbstständigen Frauen während des Mutterschutzes finanzielle Sicherheit bieten. Die Initiative der Landesregierung stößt bereits auf breite Unterstützung aus verschiedenen Bereichen – und erhöht damit die Chancen auf gesetzgeberische Schritte.

Quelle