NRW führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch im Sport ein
Valeria TrubNRW führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch im Sport ein
Neues Instrument gegen sexuellen Missbrauch in Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen gestartet
In Nordrhein-Westfalen ist ein neues Werkzeug zur Prävention von sexuellem Missbrauch in Sportvereinen eingeführt worden. Der „Schutzkonzept-Generator“ wurde heute in Essen vom Landessportbund vorgestellt. Er soll Vereinen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und von Anfang an sichere Umfelder für junge Athletinnen und Athleten zu schaffen.
Das Tool funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen, der die Vereine schrittweise durch ein Grundgerüst aus Leitlinien, Mindeststandards und praktischen Tipps führt. Es macht auf mögliche Gefahrenbereiche – sogenannte Hotspots – aufmerksam, in denen Risiken entstehen könnten, und zeigt auf, wie diese beseitigt werden können. Eine zentrale Regel lautet etwa, dass Trainerinnen und Trainer niemals allein mit nur einem Kind unterwegs sein sollten.
Darüber hinaus zielt das System darauf ab, potenzielle Täter durch präventive Maßnahmen abschreckend zu wirken. Neben räumlichen Schutzvorkehrungen sensibilisiert es Vereinsmitglieder für die Gefahr sexualisierter Gewalt innerhalb der eigenen Organisation.
In einer ersten Phase werden 600 Vereine den Schutzkonzept-Generator testen. Der Landessportbund erhofft sich, dass dieser strukturierte Ansatz es allen Vereinen – unabhängig von Größe oder Ressourcen – erleichtert, wirksamere Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Das neue Instrument bietet Vereinen klare Handlungsanweisungen, um Risiken zu minimieren und junge Sportlerinnen und Sportler zu schützen. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Sportorganisationen eine sichere Umgebung für Kinder schaffen und Missbrauch bereits im Vorfeld verhindern. Die Testphase mit 600 Vereinen dient dazu, das System weiterzuentwickeln, bevor es flächendeckend eingeführt wird.






