NRW erlebt Rekordanstieg rechtsextremer Straftaten – Mönchengladbach besonders betroffen
Vito NeureutherNRW erlebt Rekordanstieg rechtsextremer Straftaten – Mönchengladbach besonders betroffen
Nordrhein-Westfalen verzeichnet drastischen Anstieg rechtsextremer Straftaten
In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich die Zahl rechtsextremer Straftaten im Jahr 2025 auf den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001 erhöht. Neue Zahlen zeigen einen Anstieg von fast 11 Prozent im gesamten Bundesland, wobei einige Städte – darunter Mönchengladbach – sogar noch stärkere Zunahmen bei politisch motivierten Vorfällen verzeichnen.
Landesweit stiegen rechtsextreme Straftaten von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 – das entspricht durchschnittlich 17 Delikten pro Tag. Gewalttätige Übergriffe nahmen besonders stark zu: Hier gab es einen Anstieg von 24 Prozent, von 154 auf 191 Fälle im gleichen Zeitraum.
In Mönchengladbach wurden 2025 insgesamt 139 rechtsextreme Straftaten registriert – fast eine Verdopplung gegenüber 78 Fällen im Vorjahr. Die Stadt gehört damit nun zu den zehn am stärksten betroffenen Kommunen in NRW. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel hat den drastischen Anstieg an Hasskriminalität dort öffentlich scharf verurteilt.
Auch in anderen Kategorien gab es besorgniserregende Entwicklungen: Straftaten mit Bezug auf die sexuelle Orientierung stiegen um 27 Prozent (von 203 auf 257 Fälle). Antisemitische Delikte nahmen um 13 Prozent zu (von 695 auf 786). Die stärkste Zunahme verzeichneten jedoch Übergriffe gegen Roma – hier stieg die Zahl um 47 Prozent (von 30 auf 44 Fälle).
Die Daten für 2025 bestätigen einen alarmierenden Aufwärtstrend rechtsextremer Aktivitäten in NRW. Angesichts der Rekordzahlen bei Hasskriminalität stehen Behörden und lokale Verantwortungsträger zunehmend unter Druck, die Welle politisch motivierter Gewalt und Diskriminierung einzudämmen.






