NRW 2050: Eine halbe Million Einwohner weniger – doch nicht überall
Adriana SchachtPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Eine halbe Million Einwohner weniger – doch nicht überall
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden Jahrzehnten vor deutlichen Bevölkerungsverschiebungen. Bis zum Jahr 2050 könnte das Land eine halbe Million Einwohner verlieren – besonders betroffen sind ländliche Regionen. Einige Gebiete, vor allem im Rheinland, werden jedoch nicht schrumpfen, sondern wachsen.
Laut Prognosen wird die Gesamtbevölkerung NRWs bis 2070 sogar um eine Million sinken. Allein im Ruhrgebiet könnte die Einwohnerzahl um fünf Prozent zurückgehen. Gleichzeitig müssen sich ländliche Teile Ost- und Südwestfalens auf langfristige Rückgänge einstellen.
Am stärksten betroffen ist der Märkische Kreis: Hier wird bis 2050 ein Bevölkerungsrückgang von 12,5 Prozent erwartet. Knapp dahinter folgt der Kreis Olpe mit einem Minus von 12,3 Prozent. Auch der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter werden schrumpfen – um 9,6 beziehungsweise 9,3 Prozent.
Doch nicht alle Regionen verlieren Einwohner. Der Kreis Heinsberg etwa wird voraussichtlich um 4,7 Prozent wachsen, Mönchengladbach verzeichnet ein Plus von 4,3 Prozent. Auch andere Teile des Rheinlands rechnen mit einem Bevölkerungszuwachs.
Die Prognosen zeigen eine klare Spaltung zwischen städtischen und ländlichen Entwicklungen: Während einige Rheinland-Regionen wachsen, müssen viele Kreise in Ost- und Südwestfalen mit deutlichen Rückgängen rechnen. Diese Veränderungen werden die Demografie und Planungsbedürfnisse NRWs über Jahrzehnte prägen.






