13 April 2026, 10:19

Neuer Lebensraum für Sand-Eidechsen entsteht am Vlothoer Burg-Hang

Ein steiniger Strand mit verstreuten Felsen, Kieseln, trockenen Blättern und Stöcken, auf dem eine kleine Eidechse thront.

Neuer Lebensraum für Sand-Eidechsen entsteht am Vlothoer Burg-Hang

1.400 Quadratmeter großer Hang nahe der Vlothoer Burg werden zum neuen Lebensraum für Sand-Eidechsen umgestaltet

Unter der Leitung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford entsteht am Hang bei der Vlothoer Burg ein neues Zuhause für die streng geschützte Sand-Eidechse (Lacerta agilis). Die Bauarbeiten sollen – wetterabhängig – im November 2025 beginnen.

Die Sand-Eidechse bevorzugt warme, offene Landschaften mit lockerem Boden und abwechslungsreichen Strukturen. Um diese Bedingungen nachzubilden, wird der freigeräumte Hang im oberen Bereich flache, terrassierte Böschungen, Steinhaufen und Felsrücken erhalten. Auch das angrenzende Gelände am Amtshausberg wird so umgestaltet, dass es natürlichen Habitaten gleicht – und damit das langfristige Überleben der Eidechsen sichert.

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Unterhalb des Hangs, Richtung Coringenweg, entstehen artenreiche Magerwiesen, die Insektenpopulationen fördern sollen. Die Maßnahmen folgen auf die erfolgreiche Umsiedlung der Vlothoer Sand-Eidechsen-Population während der Sanierung der Vlothoer Burg; 2025 wurde dort bereits Nachwuchs bestätigt.

Während der Bauphase wird der Coringenweg unter der Burg vorübergehend gesperrt, eine Umleitung führt über den Apothekerweg. Der Kreis Herford bittet Spaziergänger um Verständnis für die Einschränkungen. Als Ausgleich für die Aufhebung der Waldklassifizierung des Gebiets wird in Vlotho-Exter eine 3.000 Quadratmeter große Fläche aufgeforstet.

Das Projekt schafft nicht nur einen maßgeschneiderten Lebensraum für die Sand-Eidechsen, sondern stärkt auch die Artenvielfalt für andere seltene Tiere. Zwar müssen Wanderer kurzfristig mit Beeinträchtigungen rechnen – langfristig profitiert jedoch der Schutz bedrohter Wildtiere. Die Aufforstungsmaßnahmen gleichen zudem den Verlust des ursprünglichen Waldgebiets aus.

Quelle