Mönchengladbachs Gründungsboom 2025: 491 neue Betriebe trotz Herausforderungen
Adriana SchachtMönchengladbachs Gründungsboom 2025: 491 neue Betriebe trotz Herausforderungen
Mönchengladbach verzeichnete 2025 einen Zuwachs an Unternehmensgründungen
Im Jahr 2025 wagten in Mönchengladbach 2.464 Bürgerinnen und Bürger den Schritt in die Selbstständigkeit, während 1.973 ihr Unternehmen aufgaben. Die Gesamtzahl der Betriebe in der Stadt stieg damit um 491 – das geht aus dem Gründungsreport 2026 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hervor.
Im gesamten Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein wurden 2025 insgesamt 11.024 Unternehmen gegründet, ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wuchs die Zahl der Betriebe in der Region netto um 2.029. Auch landesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen einen Aufschwung: Mit 144.191 Neuanmeldungen stieg die Zahl der Gründungen um 7,1 Prozent gegenüber den 134.614 Registrierungen des Vorjahres.
Innovative Wohnkonzepte für Senioren Hannah Kramer, Gründerin von Senioren-WG mit Herz, machte sich mit einem Angebot für altersgerechtes Wohnen und soziale Betreuung selbstständig. Ihr Unternehmen unterstützt ältere Menschen beim Aufbau von Wohngemeinschaften, begleitet sie im Alltag und fördert durch ein Partnernetzwerk ihr Wohlbefinden. Besonders berührend war für sie der Moment, als die ersten Bewohner einzogen und sich heimisch fühlten – verbunden mit positivem Feedback der Angehörigen.
Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen Die IHK begleitet Gründerinnen und Gründer unter anderem durch Beraterin Stephanie Efertz. Die Kammerleitung fordert von der Politik mehr Unterstützung, darunter beschleunigte digitale Verfahren, erleichterten Zugang zu Fördermitteln und vereinfachte Steuerregelungen. Kramer rät angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern, durchzuhalten, Netzwerke aufzubauen, frühzeitig die Finanzen zu planen und bei den Kalkulationen realistisch zu bleiben.
Die Zahlen von 2025 belegen: In Mönchengladbach übersteigt die Zahl der Gründungen die der Betriebsschließungen – die Wirtschaftslage hat sich netto verbessert. Während die IHK weiterhin für bessere Rahmenbedingungen wirbt, zeigen Beispiele wie das von Hannah Kramer, wie gezielte Förderung und klare Planung den Unterschied machen können.






