Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordförderung und Bauboom
Recep WohlgemutMönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordförderung und Bauboom
Mönchengladbach verzeichnet starken Anstieg im Wohnungsbau – trotz Rückgang in ganz Nordrhein-Westfalen
Trotz eines landesweiten Rückgangs im Wohnungsbau hat Mönchengladbach einen deutlichen Aufschwung erlebt. Die Stadt bewilligte für 2025 Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohnungen – fast so viel wie im Rekordjahr zuvor. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der fertiggestellten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren.
Der Fortschritt der Stadt geht auf die Wohnungsbauinitiative 2023 zurück, für die 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau flossen. Dadurch konnte Mönchengladbach im Jahr 2025 insgesamt 758 Wohnungen fertigstellen – fast dreimal so viele wie noch 2024. Auch die Baugenehmigungen stiegen um 73,6 Prozent, während sie im gesamten Bundesland seit 2020 um 27,4 Prozent einbrachen.
In Nordrhein-Westfalen sieht die Lage dagegen düster aus: Nur 37.185 Wohnungen wurden 2025 fertiggestellt, ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Bauquote liegt nun bei 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – deutlich unter dem Wert von Mönchengladbach mit 28,4, der dritthöchsten Quote unter den kreisfreien Städten.
Steigende Kosten und Zinsen verschärfen die Situation. Die Baukosten kletterten Anfang 2025 um weitere 3,2 Prozent, während sich die Kreditzinsen seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent erhöhten. Diese finanziellen Hürden machen neue Projekte deutlich teurer.
Mönchengladbachs Bauboom sticht damit aus dem bundesweiten Abwärtstrend heraus. Mit höheren Fördergeldern, mehr Genehmigungen und einer Bauquote, die 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt, setzt die Stadt gegen den Negativtrend. Doch steigende Kosten und Zinsen bleiben eine Herausforderung für Bauherren in der gesamten Region.






