Moerser Tafel vor dem Aus – 2.000 Menschen in Not
Tafel in Moers steht vor der Schließung – Tausende betroffen
Eine zentrale Tafel in Moers, Nordrhein-Westfalen, droht zu schließen, weil der Mietvertrag ausläuft. Die Einrichtung versorgt rund 2.000 Menschen mit Lebensmitteln und dient als logistisches Zentrum für 14 weitere Tafeln in der Region Niederrhein. Sollte kein neuer Standort gefunden werden, kündigte der Leiter an, nach 14 Jahren Dienst zurückzutreten.
Die Moerser Tafel ist für Tausende eine Überlebenshilfe: Sie verteilt dringend benötigte Grundnahrungsmittel an Bedürftige und unterstützt kleinere Tafeln in der Umgebung bei der Organisation. Doch mit dem Ende des Mietvertrags hat die Stadt bisher keinen Ersatzstandort finden können.
Regional wächst der Druck Auch in Düsseldorf und Bonn kämpfen Tafeln mit ähnlichen Problemen – die Nachfrage steigt, doch die Kapazitäten reichen kaum aus. In ganz Nordrhein-Westfalen sind diese Einrichtungen für bis zu 400.000 Menschen eine wichtige Stütze. Aktuelle Zahlen, wie viele Haushalte derzeit auf ihre Hilfe angewiesen sind oder wie sich Engpässe regional unterscheiden, liegen jedoch nicht vor.
Der Sozialwissenschaftler Professor Fabian Kessl kritisiert, dass die Tafeln weitgehend von freiwilligen Spenden abhängen, ohne verbindliche staatliche Unterstützung. Gleichzeitig gibt das Ministerium für Soziales des Landes an, dass eine alleinstehende Person mit Bürgergeld monatlich mit 563 Euro auskommen muss – für viele reicht das nicht, um grundlegende Bedürfnisse zu decken.
Zeit wird knapp Die mögliche Schließung der Moerser Tafel würde nicht nur Tausende direkt betreffen, sondern auch die Versorgung von 14 weiteren lokalen Tafeln gefährden. Die Stadt sucht weiterhin nach einer Lösung, doch die Zeit drängt. Ohne schnelle Hilfe droht den Schwächsten der Region noch größere Not.






